Mi, 19. Dezember 2018

Islamisten geflohen

29.12.2015 07:25

Etappensieg gegen IS im Irak: "Ramadi ist befreit"

Nach erbitterten Gefechten hat die irakische Armee die Stadt Ramadi vollständig von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Irakische Soldaten hissten am Montag die Nationalflagge über dem Sitz der Provinzregierung im Zentrum von Ramadi. "Ramadi ist befreit", sagte ein Militärsprecher. Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi gratulierte den Soldaten und versprach, 2016 das gesamte Land von den Dschihadisten zu befreien.

Bereits am Sonntag hatte die Armee erklärt, die Soldaten hätten mit dem Regierungsgebäude die Kontrolle über den letzten Rückzugsort der Extremistenmiliz Islamischer Staat in der Stadt übernommen. Der IS sei in Ramadi damit besiegt.

Die IS-Miliz hatte das Stadtzentrum mit rund 400 Kämpfern verteidigt, unklar war, wieviele getötet wurden und wieviele fliehen konnten. Den Angaben zufolge gab es kaum Widerstand. Zahlreiche IS-Kämpfer seien geflohen oder bei Luftangriffen getötet worden. Die US-geführte Allianz hatte den Vormarsch der irakischen Soldaten aus der Luft unterstützt. Auf Regierungsseite wurden nach Angaben von Ärzten allein am Sonntag fast 100 Soldaten in Krankenhäuser eingeliefert.

"Vierte größere Stadt zurückerobert"
Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier beglückwünschte den irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi zum Erfolg in Ramadi. "Nach Tikrit, Baiji, Sinjar ist Ramadi die vierte größere Stadt im Irak, die von irakischen Kräften zurückerobert worden ist", erklärte der Minister.

Mehr als ein Viertel des im Irak noch vor einem Jahr gehaltenen Territoriums habe der IS inzwischen wieder aufgeben müssen. "Das zeigt einmal mehr, dass IS nicht unbesiegbar ist, weder im Irak noch in Syrien." Das Ende der Terrorherrschaft sei aber noch lange nicht erreicht. Steinmeier versprach zugleich, dass Deutschland beim Wiederaufbau Ramadis helfen werde.

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