20.07.2015 16:41 |

Neuer Fall im Heer

Wiener Soldat posiert mit IS-Geste und Sturmgewehr

Wo hört ein Lausbubenstreich auf und wo fängt blinder Extremismus an? Nach dem Kasernenfoto von einem Rekruten mit mutmaßlicher IS-Geste (erhobener Zeigefinger) tauchten jetzt martialische Fotos von einem weiteren Jungsoldaten auf: in Uniform samt Sturmgewehr.

Der 20-jährige Grundwehrdiener aus Wien posierte offenbar während eines Nachtdienstes in der Weyprechtkaserne mit seinem STG 77 und einer Sturmhaube für soziale Medien. Die bezeichnenden Texte: "Klick Klack Headshot (Kopfschuss)" sowie "Allah u Akbar!"

Im Dezember hat der türkischstämmige Österreicher, der auch mit Baseballschläger und Pistole, mit Kapuze und grimmigen Blicken posiert, abgerüstet.

"Radikale Tendenzen werden ernst genommen"
"Die Rekruten, die zu uns kommen, bringen ihre Anschauungen mit. Im Bundesheer werden radikale Tendenzen religiöser oder politischer Natur sehr ernst genommen. Es handelt sich bei diesen Fotos um einen disziplinär und möglicherweise strafrechtlich relevanten Tatbestand, dem nachgegangen werden muss", so das Verteidigungsministerium.

"Pistolen, Schnellfeuerwaffen, einschlägige Gesten - die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. SP-Verteidigungsminister Gerald Klug und Staatsanwaltschaft müssen hier tätig werden!", kontert Freiheitlichen-Chef Heinz-Christian Strache - Anzeige erstattet.

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