19.03.2006 13:19 |

Nervenkrieg vorbei

Geiseldrama in Brüssel endet ohne Blutvergießen

Nach stundenlangem Nervenkrieg ist ein Geiseldrama in Brüssel am Sonntag ohne Blutvergießen zu Ende gegangen. Zu Mittag gab der Geiselnehmer, der sich mit seiner zweijährigen Tochter in einem Hotel der belgischen Hauptstadt verschanzt hatte, nach langen Verhandlungen mit der Polizei schließlich auf.

Der 55-Jährige hatte das Kind am Samstagnachmittag in seinem Zimmer im 17. Stockwerk des Hotels festgehalten und gedroht, sich mit ihm zusammen in die Luft zu sprengen. Bei der Festnahme am Sonntag fand die Polizei jedoch weder Sprengstoff noch eine Waffe in dem Zimmer.

Mit der Geiselnahme habe der aus dem Ausland stammende Mann erreichen wollen, dass sein herzkrankes Kind medizinisch behandelt werde. Der Geiselnehmer wurde vorläufig festgenommen, das Kind kam zunächst unter Aufsicht der Behörden.