Spital explodiert

Nach Sprengung kommen die Gärtner

Wie mit dem Skalpell arbeiteten Sprengmeister in Vöcklabruck mit 30 Kilo „Dynamit“! Die „Operation Krankenhaus“ gelang und das alte Spital, in dem mehr als 30 Jahre lang Kranke geheilt wurden, lag binnen sechs Sekunden am Boden. Ist der Schutt beseitigt, hat man Platz für die Landesgartenschau 2007.

In 750 Bohrlöchern detonierte Sonntag unter dem Applaus von 4000 Zuschauern der Sprengstoff. Das Erdgeschoß wurde um 12 Uhr wie ein „Keil“ herausoperiert. Den Rest erledigte die Schwerkraft. Die Feuerwehr hielt mit Wasser die Staubwolke in erträglichem Rahmen. Die 19.100 Tonnen Beton, Stahl und Ziegel verwandelten sich nach Plan der beauftragten Thüringer Sprenggesellschaft in Schutt.

Suchhunde-Mannschaften durften die Halde noch für Übungszwecke verwenden. Da vor der Sprengung Tonnen von krebserregendem Asbest aus dem Krankenhaus-Skelett entfernt worden waren, darf der Schutt jetzt auch zur Auffüllung der Baugrube verwendet werden. Bis zum 9. Mai muss die Halde verschwunden sein. Kommendes Jahr wird das Areal für die Landesgartenschau gebraucht, dann will der Vöcklabrucker Bürgermeister einen Architektenwettbewerb für die Nachnutzung starten.

 

 

Alle Fotos: Chris Koller

Samstag, 12. Juni 2021
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