28.02.2006 10:28 |

Karneval in Rio

Brasilien feiert die größte Party der Welt

Die "größte Party der Welt" tobt derzeit in Brasilien: Hunderttausende feiern im Zentrum von Rio de Janeiro den traditionellen Karneval mit mehr als 30 Straßenumzügen. Bei schwüler Hitze um die 40 Grad tanzen die Menschen ausgelassen um die Allegorie- und Musikwagen zu den Samba-Rhythmen der Karnevalsclubs.

Die Straßenveranstaltungen feiern seit kurzem ein Revival. Bekannter ist im Ausland allerdings der spektakuläre zweitägige Umzug der Samba-Schulen im legendären Sambodromo-Stadion, die bis in die Nacht auf Mittwoch andauern - oder besser gesagt - nicht vor Sonnenaufgang aufhören werden.

Jede Samba-Schule mobilisiert beim weltberühmten Umzug 80 Minuten lang rund 5.000 Sänger, Tänzer und Statisten. Es gibt viel nackte Haut geben, einige Frauen gehen sogar nur mit Farben "bekleidet" auf die Laufbahn des vor 22 Jahren gebauten Sambastadions. Obwohl sie ausnahmslos in den "Favela"-Slumvierteln von Rio sitzen, haben die Samba-Schulen auch in diesem Jahr wieder einmal jeweils um die zwei Millionen Euro für die Umzugsvorbereitungen ausgegeben.

Die besten Pics aus Rio findest du rechts in der Infobox!

Riesenspektakel auch im Fernsehen
Während des Umzugs sind die Straßen Rios wie leergefegt. Millionen sitzen vor TV-Schirmen zu Hause, in Lokalen und Vereinen. Die Parade wird mindestens ebenso ernst genommen wie die Fußballmeisterschaft. Am Mittwoch ermittelt eine Jury auch den Meister unter den 14 teilnehmenden Organisationen.

Nach Angaben der Tourismusbehörde Riotur kommt zum diesjährigen Karneval die Rekordzahl von 680.000 Touristen aus dem In- und Ausland. Damit der Karneval in Rio friedlich über die Bühne geht, schickt die Polizei in der von Kriminalität geplagten Stadt rund 33.000 Beamte auf Sonderpatrouille.

Spektakel in Venedig
Mit einem Hauch von Südamerika hat Venedig die letzten Tage seines bunten Karnevalstreibens eingeleitet. Unter dem Motto "Noche de tango argentino" (Nacht des argentinischen Tangos) haben Tänzer, Tango-Schulen und Dj's aus Buenos Aires den Narren am Canal Grande kräftig eingeheizt. Die heißen Klänge ließen die Kälte und das schmuddelige Nieselwetter auf dem Markusplatz für ein paar Stunden vergessen.