Der Re-Start nach 37 Jahren Leerstand ist gelungen: In vier Appartements und in Summe 30 Betten finden Nächtigungsgäste in einem ehemaligen Zollhaus nun eine moderne Unterkunft direkt an der Grenze zu Tschechien. Vor allem Radtouristen sind von dem behutsamen Umbau begeistert: „Ein Rückzugsort mitten in der Natur – für grenzenloses Sein“, lobte einer der ersten Gäste das „Grenzquartier“.
Es war einer der kleinsten Grenzübergänge des Weinviertels: Das Zollhaus bei Schrattenberg, errichtet 1948, diente den Beamten lange Jahre als Kontrollstelle und auch als Unterkunft. Etwas abgelegen am Ende der langen Kellergasse des Ortes im Bezirk Mistelbach und einst mit Fahrverbot für Lkw versehen, war die Grenzquerung ein „Geheimtipp“ als Abkürzer für Einheimische, um „staufrei“ nach Tschechien zu gelangen.
Behutsamer Umbau mit Rücksicht auf historische Stilelemente
Genau diese Ruhelage zwischen Weinreben und vielen Sehenswürdigkeiten von zwei Staaten war es, die Baumeister Rudi Zesch und Simone Halmschlager dazu bewegte, dem historischen Bau neues Leben einzuhauchen. Es dauerte drei Jahre: „Es war uns wichtig, den besonderen Charakter im Innenraum möglichst zu bewahren“, erklärt der Bauprofi, der die zahlreichen Spuren der Vergangenheit bewusst in neue Stilelemente integriert hat.
Viele Ausflugsziele und Angebote dies- und jenseits der Grenze
„Das Zollquartier ist auch Schnittpunkt von Kulturen – in Tschechien locken Ziele, wie das UNESCO-Welterbe Valtice und hierzulande das vielfältige Angebot an Ausflügen rund um das Thema Wein“, lobte auch Landtagspräsident Karl Wilfing.
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