12.08.2014 08:19 |

"Dramatischer Fall"

Säugling mit Schütteltrauma in Kärntner Klinik

Seit mehr als einem halben Jahr wird ein Säugling im Klinikum Klagenfurt betreut. Wie jedoch erst jetzt bekannt wurde, sollen die Eltern das erst wenige Monate alte Mädchen derart schwer verletzt haben, dass es vermutlich bleibende Schäden davontragen wird. Der Hintergrund: Das Baby hatte nicht aufgehört zu weinen.

"Der Fall ist wirklich dramatisch", so Anton Magometschnigg vom SOS Kinderdorf Moosburg. Er erinnert an den Fall Cain aus Vorarlberg, wo 2011 ein 26-Jähriger den dreijährigen Buben zu Tode prügelte.
Magometschnigg: "Ich kann und darf keine Details dazu nennen, da die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das Kind ist in bestmöglicher medizinischer Betreuung."

Bekannt ist nur, dass dem Mädchen bei nur einem einzigen Übergriff ein massives Schütteltrauma zugefügt wurde. Die tatverdächtigen Eltern, es soll sich um eine Familie aus dem Bezirk Klagenfurt-Land handeln, beschuldigen sich seither gegenseitig, wer von ihnen das kleine Mädchen derart schwer verletzt hat.

Ähnlicher Fall auch in Klagenfurt
Es ist jedoch nicht der einzige Fall, der aktuell die Staatsanwaltschaft beschäftigt: Auch in Klagenfurt soll ein gewaltbereiter Vater sein Kind - ebenfalls im Säuglingsalter - misshandelt haben.

In beiden Fällen sollen die Anklagen kurz vor Fertigstellung sein. Die Leiterin der Kärntner Jugendwohlfahrt, Christine Gaschler-Andreasch, kennt die Fälle, will sich aber ebenfalls zu Details nicht äußern: "Es gibt viele Fälle. Sehr häufig passieren solche Sachen, weil die Eltern überfordert sind oder unter psychischen Beeinträchtigungen leiden. Auffällig ist aber, dass die Formen der Gewalt immer massiver werden."

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