31.07.2014 18:27 |

Oberstes Heiligtum

ISIS ruft zur Zerstörung der Kaaba in Mekka auf

Mitglieder der radikalislamischen sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat", die in Syrien und im Irak wütet, haben laut türkischen und arabischen Medien dazu aufgerufen, das wichtigste Heiligtum des Islam zu zerstören - die Kaaba in Mekka. "Die Menschen gehen nach Mekka, um Steine zu berühren, nicht wegen Gott", soll der mutmaßliche ISIS-Dschihadist Abu Turab al-Mugaddasi auf Twitter geäußert haben.

Demnächst werde man auch in Saudi-Arabien einfallen und das Heiligtum schleifen, erklärte Mugaddasi in einem Tweet, der aber wenig später wieder gelöscht wurde. "Wenn es der Wille Allahs ist, werden wir die, die Steine anbeten, töten und die Kaaba zerstören." Der Aufruf wurde von türkischen Medien aufgegriffen und sorgte für Aufregung in der islamischen Welt.

Der "Islamische Staat" plant angeblich die Stadt Arar in Saudi-Arabien nahe der Grenze zum Irak zu erobern. Sie ist nur 15 Autostunden von Mekka entfernt, wo sich die Kaaba befindet. Es handelt sich dabei um einen über zehn Meter hohen schwarzen Würfel aus Granit in der Heiligen Moschee von Mekka. Das zentrale Heiligtum der Muslime gilt als ihr wichtigster Wallfahrtsort. Weltweit beten Muslime in Richtung dieses Gebäudes, die Reise zur Kaaba einmal im Leben gehört zu den fünf Säulen des Islam.

Heilige Stätten im Visier der Dschihadisten
In den von ihnen kontrollierten Gebieten im Irak zerstörten die ISIS-Dschihadisten Moscheen, Schreine und Denkmäler - ähnlich den Taliban, die Anfang 2001 im afghanischen Bamiyan zwei riesige Buddha-Statuen sprengten und damit für weltweite Empörung sorgten, wie "Spiegel Online" anmerkt.

Bewohner von Mossul berichteten, mehrere heilige Stätten in ihrer Stadt seien vernichtet worden, darunter das Grab des Propheten Daniel. ISIS habe außerdem angekündigt, eines der berühmtesten Minarette des Landes, gebaut im zwölften Jahrhundert, zerstören zu wollen.

ISIS verfolgt "Reinhaltung unserer Religion"
Die Miliz selbst rechtfertigte sich am Mittwoch per E-Mail und auf ihrer Webseite. "Die Zerstörung von Bauten, vor allem jener, die auf Gräbern errichtet wurden, ist Bestandteil der Reinhaltung unserer Religion", heißt es dort.

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