Eine aktuelle Studie sollte vor allem bei Energiekonzernen die Alarmglocken schrillen lassen: Die Loyalität der Österreicher gegenüber ihrem Stromanbieter schwindet. Was treibt sie zum Wechsel – und wann lohnt es sich?
Fast jeder fünfte Österreicher denkt über einen Anbieterwechsel nach. Das zeigt die repräsentative Simon-Kucher-Energie-Studie, für die rund 1000 Personen befragt wurden. „Die Wechselbereitschaft in Österreich erreicht ein neues Niveau“, so Thomas Haller von Simon-Kucher. „Die Kundenbindung in der Energiebranche erodiert sichtbar.“
Wo die Kundenloyalität am meisten bröckelt
Besonders wechselfreudig sind Neukunden: Bei Vertragsverhältnissen unter zwei Jahren zieht bereits jeder Dritte (34 Prozent) einen Wechsel in Betracht. Ähnlich hoch ist die Bereitschaft bei Kunden von Online-Anbietern (34 Prozent) und überregionalen Versorgern (31 Prozent). Das Hauptmotiv für den Wechsel ist eindeutig der Preis. 73 Prozent der Befragten reagieren bereits auf Aufschläge zwischen fünf und 15 Prozent – und würden dann den Anbieter wechseln.
„Versorger sollten Preisanpassungen sorgfältig gestalten, um unnötige Abwanderung zu vermeiden“, warnt Michael Kässer, Partner bei Simon-Kucher. Die Energie-Loyalität bröckelt – und der Preis gibt den Ausschlag! Doch nicht allein das Portemonnaie treibt Kunden um: Fast jede fünfte Person (18 Prozent) zweifelt daran, ob ihr Versorger wirklich eine stabile Stromversorgung garantieren kann.
Wie findet man den besten Tarif? Preise per Tarifkalkulator der E-Control über mehrere Jahre vergleichen – viele Rabatte gelten nur im ersten Jahr. Auf Mindestbindungsfristen achten: Vorzeitig kündigen möglich, wenn Lieferanten Preise erhöhen oder AGBs ändern. Der Wechsel dauert bis zu drei Wochen. Unbedingt Zählerstand am Umstiegstag notieren.
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