10.06.2014 14:03 |

Feuer aus NATO-Heli

Fünf ISAF-Soldaten durch eigenen Beschuss getötet

In der südafghanischen Provinz Sabul sind nach Polizeiangaben fünf ausländische Soldaten der Sicherheits- und Wiederaufbaumission ISAF durch den Beschuss von NATO-Hubschraubern getötet worden. Laut örtlicher Polizei waren die ISAF-Soldaten auf dem Rückweg von einem Einsatz, als Aufständische sie angriffen. Der Luftangriff "traf aus Versehen die eigenen Einsatzkräfte und tötete die Soldaten", so der Polizeichef am Dienstag.

Auch die Taliban erklärten, ihre Kämpfer hätten in der Region ISAF-Soldaten angegriffen. Daraufhin hätten ISAF-Hubschrauber eingegriffen und dabei die Soldaten getötet. Nach Angaben der Armee wurde auch ein afghanischer Soldat getötet und ein weiterer verletzt. Die ausländischen Soldaten kämpfen in der Region an der Seite afghanischer Truppen gegen Aufständische.

ISAF-Truppen sollen bis Jahresende abgezogen werden
Die ISAF-Schutztruppe bestätigte den Tod der Soldaten, machte aber keine Angaben zum Hintergrund der Todesfälle oder zur Nationalität der Opfer. Insgesamt hat die der NATO untergeordnete ISAF noch rund 52.000 Soldaten aus mehr als 40 Ländern in Afghanistan stationiert. Bis Ende des Jahres soll ein Großteil der Kampftruppen abgezogen werden. In den folgenden Jahren soll eine internationale Ausbildungs- und Unterstützungsmission helfen, das Land zu stabilisieren.

Die Sicherheitsvorkehrungen in Afghanistan sind vor der Präsidentenstichwahl am Samstag noch einmal verschärft worden. Der als Favorit geltende frühere Außenminister Abdullah Abdullah war am Freitag nur knapp einem Bombenanschlag entgangen (siehe Infobox).

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