Wegen Vermüllung

Wiener errichtet Schenkinsel, landet vor Richter

Wien
10.03.2026 19:00

Eigentlich wollte Josef Etzelsdorfer samt Team mit seiner Schenkinsel Gutes tun. Doch die Stadt hat ihn wegen Vermüllung verklagt und will 2244 Euro von ihm. 

Schenken statt kaufen – das war die Idee von Josef Etzelsdorfer im Jahr 2023. Also etablierte er neben dem Ballkäfig am Schuhmeierplatz in Ottakring seine Schenkinsel. Die Idee: Personen konnten jene Dinge, die sie selbst nicht brauchen, dort ablegen. Wer dafür Verwendung hatte, konnte es mitnehmen. Unkompliziert, niederschwellig, nachhaltig und gratis. „Eine Zeit lang, hat es super funktioniert. Bis zu 100 Personen kamen täglich vorbei“, schildert Etzelsdorfer.

Insel wurde geräumt
Doch einige Anrainer hatten mit dem Projekt keine Freude, ebenso wenig die Stadt. Eine Parkanlage sei zur Erholung da, nicht zum Sachen verschenken. Also wurde die Schenkinsel geräumt. Ein paar Monate später meldete die Gruppe die Schenkinsel erneut an, doch auch dagegen ging das Magistrat vor.

Verhandlung vor Gericht
Es hagelte zahlreiche Anzeigen: Ablagern von Unrat im Park und auf einer Verkehrsfläche, illegale Benutzung einer Verkehrsfläche ohne Genehmigung sowie das Ablagern von gefährlichen Gegenständen (wegen eines Kühlschranks). Nun muss sich Etzelsdorfer vor dem Verwaltungsgericht dafür verantworten, es droht eine Strafe in Höhe von 2244 Euro.

„Die Schenkinsel ist doch keine Vermüllung, sondern Abfallvermeidung“, sagt er. Das muss nun das Gericht entscheiden.

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