

Laura Heidenbauer wurde 2010 zur ersten Feuerwehrfrau Gleisdorfs. Heute ist sie Atemschutzträgerin, Kraftfahrerin und Pressesprecherin des Bezirks Weiz. Teil ihres ehrenamtlichen Erfolgs ist es, Leistung unabhängig vom Geschlecht zu sehen, meint die 29-Jährige.
Laura Heidenbauer sitzt vor dem Computer im Erdgeschoss der Feuerwehr Gleisdorf. Das Rüsthaus ist sozusagen das erweiterte Wohnzimmer ihres Zuhauses gleich nebenan. „Manchmal sitzen wir am Abend zusammen, aber meistens kümmere ich mich um die Pressearbeit“, sagt Heidenbauer. Die 29-Jährige ist seit 2024 Bereichssprecherin des Bezirks Weiz – eine Position, die steiermarkweit bisher nur Männer innehatten.
Und Heidenbauer hat Erfahrung damit, die Erste in einem männerdominierten Gebiet zu sein. 2010 wurde sie zur ersten Feuerwehrfrau in der Geschichte Gleisdorfs. „Nach den Sanierungsarbeiten hatten wir im Rüsthaus erstmals eine Damenumkleide. Zuvor war die Teilnahme von Frauen aufgrund der fehlenden Räumlichkeiten einfach nicht möglich“, erzählt sie.
Damit durchbrach sie auch die Familienlinie: Jetzt waren nicht mehr nur Opa, Papa, Bruder und Cousin Feuerwehrler, sondern eben auch die 13-jährige Laura. „Ich war als Kind schon öfter mit dabei und sofort begeistert. Vor allem mein Bruder hat mich bei der Entscheidung unterstützt.“ Die Zweifel manch anderer konnte sie durch ihren Fleiß schnell beseitigen: „Mir gegenüber waren alle positiv gestimmt.“


Mittlerweile ist Heidenbauer Atemschutzträgerin und die erste Kraftfahrerin der oststeirischen Wehr, die 100 männliche und 17 weibliche Mitglieder zählt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind sie für die Bevölkerung zur Stelle. „Wir Frauen müssen die gleiche Leistung bringen wie Männer – das ist die Realität“, sagt die 29-Jährige, die heute Vorbild für junge Florianis ist. „Bei der Jugend kommen laufend Frauen nach“, freut sie sich.
Auch hauptberuflich ist Heidenbauer sehr umtriebig: Nach sieben Dienstjahren bei der Magna macht sie gerade die Meisterklasse zur Schneiderin an der Modeschule. Und „ganz nebenbei“ will sie bald die Kommandantenprüfung machen.
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