Funken treffen Decke
Crans-Montana: Neues Video zeigt Inferno-Ausbruch
Ein bisher unbekanntes Video aus Crans-Montana zeigt den Moment, in dem die Decke in der Bar Feuer fängt. Eine Kellnerin mit einem Helm hält Champagnerflaschen mit brennenden Feuerwerkskerzen in die Höhe. Dabei treffen Funken die Decke, eines der Schaumstoffelemente fängt zu brennen an.
Bei der Kellnerin in dem Video handelt es sich vermutlich um eine 24-jährige Französin, die bei dem Unglück ums Leben kam. Sie sitzt auf den Schultern eines Kollegen, der schwer verletzt überlebt hat. Der Raum steht in Sekundenschnelle in Flammen. Das Feuer breitet sich rasch aus. 41, vor allem junge, Menschen kommen ums Leben. 115 weitere wurden meist schwer verletzt und sind auch heute noch wegen der Brandwunden in Behandlung.
Die bisher unbekannte Aufnahme aus der Bar „Le Constellation“ wurde von der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera veröffentlicht und soll am 23. Februar auch von der Staatsanwaltschaft des Schweizer Kantons Wallis geprüft worden sein.
Hier sehen Sie die neue Aufnahme:
Mitarbeiter berichten von fehlender Sicherheitsschulung
Das Betreiberpaar Moretti gab an, dass die Aktion mit den Feuerwerkskerzen in der Silvesternacht eine Idee der Angestellten gewesen sei. Diese und ihre Angehörigen widersprachen. Die Familie der toten 24-jährigen Kellnerin warf den Morettis vor, nicht über die Pyro-Gefahren informiert zu haben. Das Personal habe nie eine Sicherheitsschulung erhalten, sagte sie. Zudem soll sich die Mitarbeiterin über fehlende Empathie ihrer Arbeitgeber beklagt haben. Das Arbeitsgericht sei bereits eingeschaltet worden.
Ein 28-Jähriger, der in der Nacht der Katastrophe als Türsteher gearbeitet hat, sagte zu SRF (Schweizer Radio und Fernsehen, Anm.) vor wenigen Tagen, dass er eine Diskussion zwischen Mitbetreiberin Jessica Moretti, einer Kellnerin und deren Freund gehört habe. Es sei um den Zugang zum Lokal gegangen. Moretti habe darum gebeten, den Zugang auf den Haupteingang zu beschränken, um zu verhindern, dass Personen durch verbotene Eingänge hineinkämen. Sowohl die Tür im Erdgeschoss als auch der Notausgang im Keller waren in der Silvesternacht verschlossen, dahinter wurden jeweils mehrere Todesopfer gefunden.
Wer verriegelte die Tür?
Laut der Besitzerin und dem Besitzer, die wegen fahrlässiger Tötung angeklagt sind, ist hingegen ein Angestellter dafür verantwortlich, dass die Tür verriegelt war. Andere Zeuginnen und Zeugen würden dem Türsteher widersprechen. Den Bargästen blieb genau ein Fluchtweg – eine Treppe, die von Jacques Moretti bei Umbauarbeiten halbiert worden war. Diese wurde mit bis zu 300 Grad Celsius zum Kamin.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.