Wie hält große Liebe?

„Wenn wir streiten, schickt er mich ins Wirtshaus“

Österreich
13.02.2026 23:55

Wann wussten Sie, dass es die große Liebe ist? Das haben wir unsere „Krone“-Leserfamilie anlässlich des Valentinstags gefragt. Die Antworten waren vielfältig, doch im Kern gleich: Verlässlichkeit, einander stets beistehen, Gemeinsamkeiten leben, Gegensätze akzeptieren. Ein wunderbares Beispiel wollen wir erzählen.

Dieses Paar verliert sich nicht in Floskeln, wenn es um Beziehung, Liebe, Treue und diesen ganzen Hype um den Valentinstag geht. Im Haus der Familie Platzer in Ornding (NÖ) wird Tacheles geredet. Ingrid ist 82 Jahre alt, ihr Ehemann Peter 84. Obwohl er zuckerkrank ist und gerade seine Insulin-Spritze nicht findet, Ingrid damit ganz rebellisch macht, findet er schnell zur Ruhe. „Setz dich hin“, sagt seine „Gigi“, wie er die geliebte Ehefrau nennt, und erzählt. Seit 40 Jahren sind die beiden verheiratet. „Es war der 28. September“, sagt Peter Platzer, einst Geschäftsführer eines internationalen Transportunternehmens. „Gefeiert haben wir nicht“, fügt Ingrid hinzu.

So viele Feiern, so viele andere Feste – mit den Kindern, Enkerln und jetzt der Urenkelin Greta-Florentina. Da bleibt nicht viel Zeit übrig. An diesem 13. Februar fordert das „Krone“-Team trotzdem ein wenig Zeit von dem Paar ein. Vom Kennenlernen wollen wir erzählt bekommen. Peter Platzer lacht: „Ja, das war lustig.“ Ein Feuerwehrausflug 1981 war es. Nach Tirol. „Warte, ich erzähl weiter“, würgt ihn seine Frau ab („Er braucht so lange“). Der 84-Jährige lächelt gelassen und hält sich an seinem schwarzen Gehstock fest. „Na daun red.“

Im Dirndl ist es passiert
Also irgendwie endete dieser Ausflug in Niederösterreich, man überquerte die Donau mit der Rollfähre in Pöchlarn und dann … „Ich wollte mit der Pferdekutsche nach Krems zum Heurigen fahren“, erzählt Ingrid. Dann stand er da. Peter! „Er war mir sympathisch“, sagt sie. „Ich hab mich wohlweislich zu ihr gesetzt“, sagt er. Ganz hinten in der Kutsche. Sie wollte Bruderschaft trinken mit dem damaligen „Herrn Platzer“, er war nur fasziniert von ihrem Dirndl und den weißen Stutzen. Und aus dem Bruderschaftsbusserl wurde - „Okay, wir haben geschmust“, sagen beide unisono.

Für Peter Platzer war es sofort Liebe, erzählt er. Für Ingrid „Sympathie“. – „Es woa jo schon finster“, lacht sie. „In dem Alter geht’s halt nicht mehr so schnell, da musst du schon auf Tuchfühlung gehen.“

Nicht alles auf die Waagschale legen
40 Jahre lange dauert diese Tuchfühlung jetzt bereits an. Streitereien gab es nahezu nie und wenn, dann haben sie höchstens zwei Stunden gedauert. „Dann haben wir nur gesagt: ,Haben wir das notwendig?‘ Nein. Also komm, machen wir uns ein Flascherl auf und reden wir darüber.“ Jungen Leuten, die bei jeder Kleinigkeit auszucken, auseinandergehen, sich scheiden lassen, raten sie nur eines: „Legts ned alles auf die Waagschale, redet miteinander bei einem Glaserl Wein und laufts nicht davon.“

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