Daten blieben hängen

50.000 Stromkunden warten auf die Rechnung

Oberösterreich
15.02.2026 09:00

Kleiner Fehler, große Wirkung! Teilnehmer vieler Energiegemeinschaften in Oberösterreich warten schon lange auf ihre Abrechnungen – auf Auszahlungen und auch auf Einzahlungen. Hintergrund ist ein schiefgelaufenes Software-Update, das jetzt viel Handarbeit beim Aufarbeiten zur Folge hat.

Das ist mühsam! Weil es ein Problem mit einem Software-Update gab, blieben die Daten von 50.000 Stromkunden, die in oberösterreichischen Energiegemeinschaften Strom teilen, bei der Netz OÖ hängen und gingen nicht weiter zur automatischen Abrechnung beim bundesweiten „energiewirtschaftlichen Datenaustausch“ (EDA-System).

Damit haben fast alle Energiegemeinschaften, die das betroffene Programm verwenden, massive Probleme bei der Abrechnung, weil die Daten mehrere Wochen jetzt mühsam händisch eingetragen werden müssen.

Extra Leute für Datenerfassung abgestellt
„Wir haben dafür extra Leute abgestellt, die diese Aufgabe erledigen. Wir sind mittendrin, es kann aber noch eine Zeit dauern, bis alles wieder auf Stand ist“, sagt Wolfgang Denk von der Netz OÖ. Erst dann können die richtigen Abrechnungen durch die Energiegemeinschaften ausgestellt werden.

Meist nur geringe Beträge – aber nicht immer
„Das einzig Gute ist, dass der Fehler im Oktober und November auftrat und daher die Abrechnungsbeträge bei jenen Gemeinschaften, die vor allem mit Photovoltaik arbeiten, gering sind. Nur bei einigen, die auch Wasserkraft und Wind dabei haben, geht es um höhere Summen“, sagt Denk, der betont, dass inzwischen wieder alles automatisiert läuft. Die Aufrollung der Produktions- und Verbrauchsdaten kann aber noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

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