Der Staub um die Krebsgefahr durch Asbest will und will sich nicht legen. Greenpeace fordert per Aktionsplan nun die Säuberung. Denn die Gefahr lauert im Streusplitt.
Noch sind die Kinder ja drinnen in der Geborgenheit ihres Zuhauses, doch bald schon werden deren Spielplätze wieder geöffnet“, warnt Greenpeace-Chef Alexander Egit eindringlich vor dem Unterschätzen der dann im Freien lauernden Gefahr. „Asbest ist kein theoretisches Risiko, sondern eine reale Gefahr für die Gesundheit gerade der Kleinsten“, so der global erfahrene Aktivist. Entscheidend sei es, Prioritäten nach klaren Risikobewertungen zu setzen. Während von fest gebundenem Material nur ein geringes Risiko ausgehe, müsse bei offen liegenden, stark belasteten Steinen sofort eingegriffen werden.
Gefahr krebserregender Asbestfasern
Positiv heben die Regenbogenkämpfer hervor, dass betroffene Straßenmeistereien im südlichen Niederösterreich nach Auffliegen des Umweltskandals die Ausbringung von Streusplitt sofort stoppten. Das sei ein wichtiger erster Schritt. „Bei Splitt ist nämlich die Gefahr, dass krebserregende Asbestfasern freigesetzt und eingeatmet werden, besonders hoch“, meint Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster.
Seine glasklare Forderung: Die sofortige Entfernung hochgefährlicher Asbeststeine, flächendeckende Kontrollen an sensiblen Orten wie Spielplätzen und Schulen sowie volle Transparenz über alle bisherigen Messergebnisse. Betroffene Menschen müssten rasch informiert und unterstützt werden: „Nur mit konsequentem Risikomanagement können Politik und Behörden die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten. Alles andere wäre ein Spiel mit der Gesundheit Zehntausender Menschen“.
Risiken richtig einschätzen
Greenpeace verlangt aber auch, dass sich die NÖ-Landesregierung mit dem politisch verantwortlichen Landesrat Pernkopf nicht auf den „Lorbeeren“ ausruhen dürfe: „Alle Erkenntnisse – inklusive Mess-Ort, Dauer, Methodik und Interpretation – müssen veröffentlicht werden. Nur so können Risiken eingeschätzt werden.“ Gleichzeitig brauche es Unterstützung für Privatpersonen, die belastetes Material auf ihrem Grundstück entdecken. Kernappell: „Asbest darf keinesfalls bearbeitet werden, Kinder müssen strikt ferngehalten werden!“
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