Steht hinter Trump

Ex-Notenbankdirektor Warsh als Fed-Chef nominiert

Wirtschaft
30.01.2026 13:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der frühere Notenbankdirektor Kevin Warsh soll Nachfolger von US-Zentralbankchef Jerome Powell werden. Das hat US-Präsident Donald Trump am Freitag mitgeteilt. Trump hatte Powell immer wieder scharf kritisiert und vergeblich dazu gedrängt, die Zinsen deutlich zu senken.

Powells Amtszeit läuft aber ohnehin im Mai aus. Warsh war zuletzt an der Eliteuniversität Stanford tätig und saß bereits von 2006 bis 2011 im Direktorium der US-Notenbank. Trump hat den Ökonomen am Donnerstag (Ortszeit) im Weißen Haus empfangen. Laut einem Insider beeindruckte Warsh den Staatschef, der 55-Jährige hat sich zuletzt auch hinter die Forderungen des US-Präsidenten nach Zinssenkungen gestellt.

Kevin Warsh hat Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften und Statistik an der Stanford University studiert, wo er 1992 seinen Bachelorabschluss mit Auszeichnung erwarb. Anschließend studierte er an der Harvard Law School an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft und Regierungspolitik und schloss sein Jurastudium 1995 ab. In seiner Karriere sammelte er Erfahrungen im Finanzsektor und in der Politik, Warsh arbeitete unter anderem für die US-Großbank Morgan Stanley und später auch als wirtschaftlicher Berater von Präsident George W. Bush.

Fed näher an Finanzministerium?
Mitte Juli 2025 schlug Warsh vor, das Verhältnis zwischen Fed und Finanzministerium zu ändern. Beide Institutionen sollten ihre Absichten gemeinsam kommunizieren. 1951 hatte sich die Zentralbank zu einer Niedrigzinspolitik verpflichtet, um günstigere Bundesanleihen zur Finanzierung der Anstrengungen nach dem Zweiten Weltkrieg zu ermöglichen. Trump hat bereits mehrfach gesagt, dass er vor Zinsentscheidungen gehört werden möchte. Die Fed hatte am Mittwoch nach drei Zinssenkungen im Jahr 2025 eine Zinspause eingelegt und den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Der US-Staatschef fordert jedoch einen um zwei bis drei Prozentpunkte niedrigeren Zinssatz

Der Senat muss der Personalie noch zustimmen. Auf der Kandidatenliste Trumps standen insgesamt vier Personen, alle befürworten niedrigere Zinsen. Neben Warsh waren Wirtschaftsberater Kevin Hassett, Fed-Direktor Christopher Waller und der BlackRock-Manager Rick Rieder in der engeren Auswahl. Warsh war bereits 2018 beinahe zum Fed-Chef ernannt worden. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt