Auch Land ist dabei

Grazer Stadion: Die ersten Weichen sind gestellt

Steiermark
30.01.2026 13:02

Die dringend notwendige Modernisierung des Liebenauer Stadions ist einen kleinen Schritt näher gerückt: Nach einer Besprechung zwischen Stadt, Land und Vereinen ist ein Gemeinderatsbeschluss im Februar fix. Bis zum Baubeginn ist es aber noch ein weiter Weg.

Im Gemeinderatswahljahr kommt – auch aufgrund des immer größer werdenden Drucks durch den SK Sturm und den GAK – endlich Bewegung in das Projekt Grazer Stadion. Die Stadt hat vor zwei Wochen ihr neues Konzept vorgestellt: ein Um- und Ausbau auf 20.000 Plätze um 60 bis 70 Millionen Euro. Das ist deutlich kleiner als die große Variante der im Vorjahr vorgestellten Machbarkeitsstudie (150 Millionen Euro), sollte aber reichen, um internationale Spiele in Graz zu ermöglichen. 

Die Kosten sollen sich die Stadt Graz und das Land Steiermark teilen, die Vereine betreiben das Stadion dann inklusive der Vermarktungs- und Schankrechte gegen eine noch nicht festgelegte Jahrespacht. Am Freitag fand im Rathaus ein Arbeitsgespräch zwischen der Rathauskoalition (KPÖ, Grüne, SPÖ), der Finanz- und Baudirektion, den Stadträten Kurt Hohensinner (ÖVP) und Claudia Schönbacher (KFG) sowie Vertretern der beiden Vereine und erstmals auch des Landes statt.

Gemeinderatsbeschluss am 12. Februar
Man habe sich darauf verständigt, den Vorschlag der Stadt weiterzuverfolgen, hieß es danach. Am 12. Februar soll der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss fassen. Danach wird der bestehende Lenkungsausschuss seine Arbeit fortsetzen, auch das Land Steiermark soll eng eingebunden sein.

Die Machbarkeitsstudie wird „redimensioniert“, die technische Umsetzung soll geklärt und ein Betriebskonzept erarbeitet werden. Für Mai ist dann der Planungsbeschluss im Gemeinderat vorgesehen – rechtzeitig vor der Wahl, die entweder im Juni oder im September stattfinden wird. Baubeginn? Nicht vor 2027.

Land Steiermark noch zurückhaltend
Im Büro von Landeshauptmann Mario Kunasek zeigt man sich am Freitag übrigens noch zurückhaltend. Man habe beim Termin im Rathaus mitgeteilt, dass man noch mehr Infos benötige und eine Zustimmung der Vereine für einen Prozess als notwendig erachte, heißt es. 

Zu Wort meldete sich auch NEOS-Gemeinderat Philipp Pointner: „Dass jetzt Bewegung in die Sache kommt, ist positiv. Die Stadtregierung muss aber sicherstellen, dass wir am Ende ein Betreiberkonzept haben, das eine Schwarze Null ermöglicht. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dürfen nicht die Dummen sein und auf den Kosten sitzen bleiben.“

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