Verbrechen vermutet

Ukrainischer Bankier stürzt in Italien aus Fenster

Ausland
30.01.2026 09:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Bankier aus der Ukrainer ist bei einem mysteriösen Todesfall in Mailand ums Leben bekommen. Alexander Adarich stürzte aus dem Fenster im vierten Stocks eines Gebäudes – die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. 

Der Tod des Geschäftsmannes soll kein Unfall gewesen sein – die Ermittler gehen davon aus, dass der 54-Jährige bereits vor dem Sturz gestorben sein könnte. Wie die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. 

Nun wird versucht, die letzen Stunden des Bankers zu rekonstruieren. Es soll herausgefunden werden, mit wem er sich zuvor in der B&B-Wohnung getroffen hatte.

Hier ist ein Bild des Bankiers zu sehen:

Verdächtiger sah nach dem Sturz aus dem Fenster
Eine Concierge hatte den Toten im Innenhof entdeckt, als sie hinausging, weil sie zuvor einen dumpfen Knall gehört hatte. Als sie nach oben schaute, hatte sie einen Mann in einem Fenster gesehen. Etwas später tauchte dieser im Innenhof auf und fragte: „Was ist passiert?“ Später war der Mann verschwunden. Die Identität des Mannes ist bislang unbekannt. 

Ebenfalls brisant: Kurz vor dem Sturz sollen sich mehrere Männer in der Wohnung des Ukrainers aufgehalten haben. Ob diese Personen in den Todesfall verwickelt sind, wird ebenfalls momentatn untersucht. Die Ermittler schließen die Möglichkeit nicht aus, dass es sich bei dem Vorfall um einen vorgetäuschten Suizid handelt. Eine Obduktion soll weitere Erkenntnisse liefern. 

In der Wohnung wurden zudem mehrere Ausweise gefunden, die Fotos und Personalien des Opfers versehen sind, aber in denen unterschiedliche Staatsangehörigkeiten angegeben werden. Die Polizei erhofft sich durch diese Dokumente Hinweise auf Geschäftsaktivitäten oder -partner, die in Zusammenhang mit dem Verstorbenen stehen. 

An- und Abreise am selben Tag geplant
Was bisher fest steht: Adarich war am Morgen in Mailand angereist und hatte abends schon wieder seine Abreise geplant. Er war zum ersten Mal in der italienischen Stadt. Die Unterkunft wurde unter einem anderen Namen als seinen eigenen gebucht. Die Polizei vermutet, dass das Opfer zu einem Treffen in Mailand eingeladen wurde. 

Adarich war in Führungspositionen  bei der PrivatBank und der UkrSibbank tätig – letztere entwickelte sich unter seiner Leitung von einem regionalen Institut zu einer nationalen Bank. Ab 2012 war er Eigentümer der Fidobank. Wegen umstrittener Anleihegeschäfte geriet das Kreditinstitut jedoch unter Druck – es wurde schließlich von ukrainischen Behörden liquidiert. Danach betrieb der Bankier Geschäfte im Ausland, unter anderem in Zypern. 

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