Die Geburtenstation der Klinik Hietzing fällt der Spezialisierung der Wiener Spitäler zum Opfer. Wiener Patienten sollen davon profitieren: nicht nur werdende Mütter, sondern auch Frauen mit hormonellen und Krebserkrankungen, auf die sich Hietzing künftig spezialisiert.
In rund einem Jahr, Mitte Februar 2027, wird in der Klinik Hietzing ein besonderes Baby geboren werden: das letzte, das dort je das Licht der Welt erblickt haben wird. Im Zuge der fortschreitenden Spezialisierung der Wiener Kliniken schließt die Stadt die Geburtenstation in Hietzing, wo jetzt noch rund fünf Kinder pro Tag auf die Welt kommen.
Ottakring übernimmt
Bis Mitte des Jahres werden noch Anmeldungen entgegengenommen, ab dann ist (unter den städtischen Spitälern) die Klinik Ottakring der örtlich nächstgelegene Anlaufpunkt für werdende Mütter im Westen der Stadt. Die sollen auch deshalb davon profitieren, weil Hietzing im Wigev-Verbund die einzige Geburtenstation ohne Neonatologie-Spezialisierung (außerdem noch Landstraße, Favoriten, Donaustadt und Floridsdorf) ist.
Hietzing wird Zentrum für Frauengesundheit
„Ich habe alle Experten für die wichtigsten Minuten im Leben eines Menschen unter einem Dach“, betonte Ottakrings Primaria Angela Zacharasiewicz. Auch für Hietzings Ärztlichen Direktor Wolfgang Huf steht fest: „Hohe Fallzahlen schaffen Qualität in der Behandlung.“ Das soll in Zukunft umgekehrt auch für die Klinik Hietzing gelten.
Hietzing soll sich noch mehr als jetzt auf hormonelle und Krebserkrankungen von Frauen spezialisieren. Auf die Bettenkapazitäten soll die Verschiebung keine Auswirkungen haben, der medizinische Fortschritt verspreche immer mehr ambulante Behandlungen, so Huf, und darüber hinaus „die Möglichkeit, tödliche Krankheiten in chronische Krankheiten umzuwandeln. Das ist sensationell.“
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