Regionale Vergabe

Dramatischer Jobverlust: Ausweg in rot-weiß-rot

Tirol
29.01.2026 16:00

Die Rezession kostete bislang 17.500 Arbeitsplätze am Bau, rechnete die Gewerkschaft Bau-Holz in Innsbruck vor und zeigte einen möglichen Ausweg aus der Krise auf: Auftragsvergabe an heimische Unternehmen anstatt ausländische Subfirmen. 

Mehr als 17.500 Bauarbeiter verloren seit 2021 krisenbedingt ihren Job – „dem Bau nachgeordnete Branchen noch gar nicht eingerechnet“, zeigten SPÖ-NR Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, und WK-Vizepräsident Anton Rieder gestern in Innsbruck auf. „Eine Erholung sehen wir auf den Baustellen nicht, nach wie vor steigen die Arbeitslosenzahlen“, gaben sie zu bedenken.

Den Sparkurs der Bundesregierung unterstützen die beiden Sozialpartner. „In dieser schwierigen Lage kommt es daher besonders darauf an, wie die vorhandenen Mittel von rund 70 Milliarden Euro pro Jahr eingesetzt werden.“

„Wer billig kauft, kauft teuer“
Muchitsch, Rieder und Vergabe-Experte Martin Schäfer haben eine ganz klare Vorstellung davon, wie das bewerkstelligt werden könnte: Und zwar durch die Strategie „rot-weiß-rot bauen“. Das bedeutet, Auftragsvergaben im öffentlichen Sektor (Land, Gemeinden, Gemeinnützige Bauträger) so zu koordinieren, dass regionale Unternehmen zum Zug kommen und nicht ausländische Subunternehmer.

Zitat Icon

Das Geld muss bei unseren Unternehmen ankommen. Es geht nicht um Protektionismus oder Populismus, sondern um kleine und mittlere Betriebe.

SPÖ-NR Josef Muchitsch

Bundesvergabegesetz stützt Vorhaben
Rechtlich gestützt wird das Vorhaben durch ein neues Bundesvergabegesetz, das mit 1. März in Kraft tritt. „Das Geld muss bei unseren Unternehmen ankommen. Es geht nicht um Protektionismus oder Populismus, sondern um kleine und mittlere Betriebe. Sie sind es, die nicht nur Lehrlinge und ältere Arbeitnehmer beschäftigen, sondern auch Mitarbeiter, die sich bei Feuerwehr, Rettung oder anderen Organisationen engagieren. Das gehört belohnt und berücksichtigt“, wurde betont.

Viele Gesprächsrunden mit Städte- und Gemeindebund 
Bei Gesprächen mit Bürgermeistern soll nun über die neuen Möglichkeiten der Vergabe aufgeklärt werden. Denn in den Gemeindestuben regiere zu oft das Billigstbieter- statt dem Bestbieterprinzip, genauso wie bei den Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften.

„Leistbaren Wohnraum bauen und erhalten – mit heimischen Firmen, heimischen Materialien und fairer Arbeit. Verkehr, Energie und Netze modernisieren und rot-weiß-rot vergeben, damit die Wertschöpfung im Land bleibt. Aufträge müssen dorthin gehen, wo Arbeitsplätze gesichert werden: in Österreich!“ 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Tirol
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt