Tirols Wirtschaft

„Die Lage ist zwar besser, aber noch nicht gut“

Tirol
08.01.2026 15:00

Die Tiroler Wirtschaftskammer präsentierte zu Jahresbeginn traditionell das Konjunkturbarometer für den Winter. Demnach ist die Baubranche das größte Sorgenkind, während der Tourismus ein „Stabilitätsanker“ sei. Aktuell besteht die Hoffnung auf ein Wachstum von 1,5 Prozent.

„Besser, aber noch nicht gut.“ So lässt sich – nach den Worten von Tirols WK-Präsidentin Barbara Thaler – die wirtschaftliche Lage hierzulande kurz und knapp zu Beginn des neuen Jahres zusammenfassen. Gemeinsam mit Stefan Garbislander, dem Abteilungsleiter für Wirtschaftspolitik, Innovation und Nachhaltigkeit, präsentierte sie das aktuelle Konjunkturbarometer.

Auffallend dabei: Gegenüber dem Vorjahr legte der Geschäftsklimawert in der Industrie (-36 auf +21), dem Handel (-16 auf +17), der Sparte Information Consulting (+9 auf +31) sowie dem Tourismus (+20 auf +36) zum Teil deutlich zu, während er im Gewerbe (+24 auf +12) und dem Verkehr (+17 auf +7) abstürzte.

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Wenn die geopolitische Lage so bleibt, ist heuer in Tirol ein Wachstum von 1,5 Prozent möglich.

WK-Präsidentin Barbara Thaler

Baubranche befindet sich weiterhin im Minus
Größtes Sorgenkind ist derzeit die Baubranche. Zwar erholte sich der Wert (-38 im Vorjahr), befindet sich als einziger mit -6 Prozentpunkten aber immer noch im Minus. Grund dafür sei die mittlerweile wieder gefallene KIM-Verordnung, die laut Garbislander „genau dann eingeführt wurde, als es eigentlich Impulse für die Konjunktur gebraucht hätte. Sie kam zu einer Unzeit“.

Unterdessen wirke der Tourismus als „Stabilitätsanker, der in vielen Regionen Planungssicherheit liefert“, analysiert Thaler.

Präsentierten das Konjunkturbarometer für den Winter: Abteilungsleiter Stefan Garbislander und ...
Präsentierten das Konjunkturbarometer für den Winter: Abteilungsleiter Stefan Garbislander und WK-Präsidentin Barbara Thaler.(Bild: Christof Birbaumer)

Pessimisten rückläufig, Wachstum von 1,5 Prozent?
Als positives Signal sieht das Duo, dass sich die Zahl der Pessimisten im Vergleich zum Vorjahr von 40 Prozent auf nunmehr 26 Prozent fast halbiert hat. Und die Rückkehr der Optimisten auf 17,3 Prozent stelle den höchsten Wert seit Beginn der Energiekrise dar.

Befragt nach den größten Belastungsfaktoren nennen die Betriebe die Arbeitskosten (78%), die Bürokratie und regulatorische Anforderungen (66%) sowie Steuern und Abgaben (63%).

Thalers Forderungen Richtung Politik knüpfen daran an: „Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, müssen die Lohnnebenkosten gesenkt werden, gute internationale Handelsabkommen geschlossen und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.“ Dann sei heuer ein Tiroler Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent möglich.

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