Reisende kontrolliert
Virus-Ausbruch in Indien: Ganz Asien alarmiert
In Indien ist es zu einem Ausbruch des zumeist tödlich verlaufenden Nipah-Virus gekommen. Die Behörden im asiatischen Raum sind alarmiert, auf Flughäfen werden bereits Reisende kontrolliert.
Mindestens fünf Personen sollen sich in Westbengalen bereits mit dem Nipah-Virus infiziert haben. Die lokalen Behörden haben Kontakte getestet und bereits über 110 Personen in Quarantäne genommen. In zahlreichen asiatischen Ländern wurde bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, Kontrollen auf Flughäfen und Grenzübergängen eingeführt.
Medizinisches Personal infiziert
Unter den Infizierten sind auch mehrere Krankenschwestern, die um den Jahreswechsel Erkrankte betreut hatten. Sie befinden sich laut BBC India in einem „kritischen Zustand“. Das Nipah-Virus wird eigentlich von Tieren über Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten auf den Menschen übertragen, besonders bei fortlaufendem, engem Kontakt und schlechten Hygienestandards. Erstmals wurde es 1998 in Malaysia dokumentiert, nachdem mehrere Arbeiter einer Schweinefarm erkrankt waren.
Allerdings ist auch die Übertragung von Mensch zu Mensch möglich sowie über kontaminierte Lebensmittel wie Fleisch oder Obst und Gemüse. Das Virus kann eine schwere Gehirnhautentzündung auslösen, fast die Hälfte aller Fälle endet tödlich. Die Inkubationszeit liegt für gewöhnlich zwischen vier und vierzehn Tagen, es sind aber auch Fälle mit bis zu 45 Tagen beschrieben. Besonders besorgniserregend: In manchen Fällen verläuft eine Infektion komplett asymptomatisch.
Symptome ähnlich einer Grippe
Die Symptome ähneln anfangs einer Grippe mit Fieber, Kopf- und Glieder bzw. Muskelschmerzen. In weiterer Folge können Erbrechen und Halsschmerzen hinzukommen. Die Patienten fallen bei schweren Verläufen innerhalb von 24 bis 48 Stunden ins Koma. Eine Impfung oder Medikamente existieren bislang nicht, lediglich die Symptome können behandelt werden. Folgeschäden wie Epilepsie sind ebenfalls dokumentiert.
Das Virus lieferte die Vorlage zu dem während der Coronapandemie erneut populär gewordenen Film „Contagion“ aus dem Jahr 2011. Zuletzt kam es im südindischen Kerala mehrfach zu Ausbrüchen.
2018 starben zehn Menschen, viele von den Infizierten dürften sich über verunreinigtes Brunnenwasser angesteckt haben. 2023 wurden sechs Personen infiziert, von denen zwei starben. Die Behörden verhängten damals in der betroffenen Region sogar Lockdowns.









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