AK-Intervention

Mann bekam nach Phishing-Falle 8500 Euro zurück

Kärnten
19.01.2026 12:00

Glück im Unglück hatte ein Kärntner: Nachdem Cyberkriminelle sein Paypal-Konto im Minutentakt geplündert und rund 8500 Euro gestohlen hatten, setzte sich die Arbeiterkammer (AK) für ihn ein – und konnte die gesamte Summe zurückholen!

Augen auf bei Deals im Internet! Sonst kann schnell geschehen, was einem Kärntner passiert ist. Nachdem die 8500 Euro vom Paypal-Konto verschwunden waren, nahm der Mann zuerst Kontakt mit dem Zahlungsanbieter auf.

Doch über das offizielle Konfliktlösungscenter und den Käuferschutzantrag kam er kaum weiter, Paypal lehnte die Rückerstattung ab – die Begründung: Die Transaktionen seien durch die Eingabe der Zugangsdaten autorisiert worden.

Erst die Intervention des AK-Konsumentenschutzes half: „Der Konsument konnte eindeutig nachweisen, dass er nie etwas bei diesem Unternehmen, das die Abbuchungen getätigt hat, bestellt hatte“, erklärt Herwig Höfferer, Leiter der Abteilung Konsumentenpolitik: „Nach mehrmaliger schriftlicher Intervention sowie einer Anzeige bei der Polizei lenkte PayPal schließlich ein. Der gesamte Betrag von 8500 Euro wurde dem Konsumenten zurück überwiesen.“

So schützen Sie sich vor Phishing-Attacken
Sich bei der AK zu melden, sei empfehlenswert, betont AK-Präsident Günther Goach: „Konsumentinnen und Konsumenten sollten keine Scheu davor haben, sich in solchen Fällen an den Konsumentenschutz zu wenden. Unsere Expertinnen und Experten helfen kostenlos!“ Die Stelle ist per Mail an konsument@akktn.at oder telefonisch unter 050 477-2000 erreichbar.

Wer im Internet aufmerksam bleibt, kann sich vor Phishing-Fallen schützen. Wer Zahlungsanbieter wie Paypal oder Klarna nutzt, sollte folgende Tipps beachten:

  • Loggen Sie sich immer direkt über die offizielle Website (Eingabe im Browser) oder die App ein.
  • Aktivieren Sie diese Sicherheitsstufe überall, wo es möglich ist.
  • Banken und Zahlungsdienste fordern Sie niemals unter Zeitdruck zur Dateneingabe auf.

Sollte doch einmal etwas passieren und Sie bemerken, dass Geld von ihrem Konto gestohlen wurde: Kontaktieren Sie bei Betrugsverdacht sofort Ihr Kreditinstitut, um Karten und Konten zu sperren.

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