Neil Diamond:

„Bin besser, etwas zu fühlen, als zu verstehen“

Society International
18.01.2026 15:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Sänger Neil Diamond (84) hat sich vor einigen Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, nachdem er rund ein halbes Jahrhundert fast ununterbrochen über die Bühnen der Welt getourt war. Der an Parkinson Erkrankte hat verraten, dass das Singen für ihn eigentlich eher eine Notlösung gewesen sei.

„Ich bin nicht so schlau. Wenn ich schlau wäre, hätte ich Medizin studiert, wäre jetzt Biologe und hätte ein Heilmittel für Krebs entdeckt“, sagte er einmal dem britischen „Telegraph“. Er sei „besser darin, Dinge zu fühlen, als sie zu verstehen“. „Weisheit kommt nur nach Jahren des Nachdenkens. Und wenn ich ein bisschen Weisheit habe, dann mache ich einen Song daraus“, sagte Diamond, der am 24. Jänner seinen 85. Geburtstag feiern wird.

„Es hat nicht lange gedauert, es war nur eine Frage von Minuten, zum Herzen des Songs zu gelangen“, sagte er über seinen Superhit „Sweet Caroline“, den er in den 1960er-Jahren in einem Hotel in Memphis geschrieben hatte. „(...) Ich mache es jetzt schon eine ganze Weile, und ich finde einfach keine andere Möglichkeit, Geld zu verdienen“, sagte der Musiker, der bereits seit seiner Jugend Songs schreibt. Der gebürtige New Yorker ging auf die Erasmus Hall High School, wo er mit Schulkollegin Barbra Streisand im Chor sang.

Zitat Icon

Wenn ich schlau wäre, hätte ich Medizin studiert, wäre jetzt Biologe und hätte ein Heilmittel für Krebs entdeckt.

Sänger Neil Diamond

Kurzer Ausflug aufs College
Mit einem Fecht-Stipendium ging es für ihn zunächst noch auf ein Collage, das er jedoch abbrach, als er seinen ersten Job als Songschreiber bekam. Für den New Yorker Brill Verlag arbeitete Diamond in einem winzigen Büro am Broadway, das hauptsächlich aus Schreibtisch, Klavier und Münzfernsprecher bestand. Die 35 Dollar Wochenhonorar, die er anfangs bekam, waren gut investiert: Für Cliff Richard komponierte er Hits wie „Just Another Guy“ und „I‘ll Come Running“, für Deep Purple „Kentucky Woman“, für die Monkees „I‘m A Believer“.

Die Musik machte den 84-Jährigen reich und weltberühmt. Über die Jahre entstanden zahlreiche eigene Klassiker wie „Cracklin‘ Rosie“, „You Don‘t Bring Me Flowers“ und „Red Red Wine“. Als Jugendlicher hätten ihm seine Eltern eine Gitarre gekauft, die sie wochenlang abbezahlt hätten, um ihn aufzumuntern. Er sei nämlich traurig gewesen, dass das Basketballteam Dodgers nach Kalifornien umgezogen sei, sagte der Sänger. „Ich habe die Gitarre in die Hand genommen und mein Leben war für immer verändert.“ Anfang 2018 hat der Musiker angekündigt, keine Konzerte mehr zu geben. Derzeit ist der Film „Song Sung Blue“  mit seinen Songs im Kino.

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