In Tarvis gastiert der Ski-Weltcup, während Kärnten von großen Skisporterinnerungen lebt.
Bad Kleinkirchheim war einst große Bühne des Skisports – mit Weltcup-Rennen, internationaler Aufmerksamkeit und vollen Hotels.
Heute ist davon wenig übrig. Der Skizirkus zog weiter, Versuche ihn zurückzuholen scheiterten. Dafür sind die Lifte veraltet und Investitionen ausgeblieben.
Die Gründe liegen im jahrelangen Stillstand – und dieser ist auch politisch geprägt. Das Skigebiet steht mehrheitlich im Eigentum des Landes, damit ist Kärntens Landespolitik ein zentraler Akteur. Entscheidungen über Modernisierung und strategische Ausrichtung sind damit nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Fragen. Doch klare Linien und mutige Weichenstellungen blieben aus.
Stattdessen verweisen die Seilbahnen auf zu wenige Betten im Ort, während Hoteliers mangelnde Investitionen und fehlende Innovationskraft der Bahnen kritisieren.
Während in Bad Kleinkirchheim diskutiert wird, rückt das benachbarte italienische Tarvis ins Rampenlicht, wo aktuell die Weltcup-Rennen der Damen in der Abfahrt und im Super-G stattfinden – live im internationalen Fokus.
Moderne Infrastruktur, Investitionswille und klare Zuständigkeiten machen den Unterschied. Der Monte Lussari ist zur Weltcup-Bühne geworden.
Doch ganz verloren ist Bad Kleinkirchheim nicht. Thermen, Landschaft und Sommertourismus sorgen weiterhin für stabile Zahlen. Doch im Winter, wo einst Skilegenden Geschichte schrieben, ist der Ort vom Taktgeber zum Zaungast geworden – auch weil politische Verantwortung bislang nicht konsequent genutzt wurde.
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