Mehrere österreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben ein Personenkomitee „Renee Nicole Good“ gegründet. Damit wollen sie der am Mittwoch durch einen ICE-Beamten in Minneapolis erschossenen 37-jährigen US-Staatsbürgerin gedenken, die auch als Lyrikerin tätig war.
Sobald dem Komitee Texte von ihr vorliegen, soll eine Gedenkveranstaltung abgehalten werden. Man wolle sich dafür einsetzen, dass ihrem Ansehen Gerechtigkeit zuteil werde, hieß es in einer Aussendung.
Kritik an USA
Bis vor kurzem sei es noch unvorstellbar gewesen, dass sich „eine solche Szene in den USA ereignen könnte, der nicht Betroffenheit und Einsichten folgen, sondern Rechtfertigungen wie ,Notwehr‘ und ,Selbstverschulden‘“. „Statt Trauer zuzulassen und der Erschossenen ihre Würde zuzugestehen, wird von ,Terrorismus‘ und ,linksextremen Netzwerken‘ geredet“, kritisiert das Komitee, dem u.a. Franzobel und Gerhard Ruiss angehören.
Und: „Wir halten es für eine Mindestanforderung, einer solchen Politik, die für die Tötung von Renee Nicole Good verantwortlich ist, klar und eindeutig zu sagen, dass sie nicht im Interesse von Bevölkerungen, sondern ausschließlich im eigenen Interesse und im Interesse von Gruppierungen handelt, die Länder nicht regieren, sondern in ihren Besitz bringen wollen, und deren Reichtum ihnen erlauben soll, sich über jedes Recht hinwegzusetzen.“
Renee Nicole Good wurde in den Kopf geschossen, nachdem ihr Wagen angeblich eine Straße blockiert hatte und zunächst von Kräften der Einwanderungsbehörde ICE umringt worden war. Als die Beamten auf das Auto zugingen und die Tür öffnen wollten, versuchte die Fahrerin wegzufahren. Ein ICE-Mitarbeiter feuerte daraufhin drei Schüsse ab.
Die US-Regierung erklärte, die Frau habe versucht, „ihren Wagen als Waffe zu verwenden“ und Polizisten zu töten, deshalb sei sie erschossen worden. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance genießt der Schütze „absolute Immunität“.
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