Knalleffekt in Liechtenstein: René Benkos Masseverwalter Andreas Grabenweger hat laut „Krone“-Infos eine einstweilige Verfügung gegen den Millionenbunker der Benkos erreicht. Das bedeutet: Die Stiftung darf aktuell kein Geld mehr ausschütten.
Bereits vor Weihnachten hatte Andreas Grabenweger, der Masseverwalter des inhaftierten Milliardenpleitiers René Benko, eine Klage beim Fürstlichen Landgericht in Vaduz eingebracht. Damit soll erreicht werden, dass die Ingbe-Stiftung der Benkos kein Geld mehr an Begünstigte ausschütten darf.
Bis zu 300 Millionen Euro in Ingbe-Stiftung gebunkert
Vereinfacht gesagt wird argumentiert, dass die Ingbe-Stiftung nur zu dem Zweck genutzt wurde, um „das Vermögen des Herrn Benko dem Gläubigerzugriff zu entziehen“. Insider schätzen, dass in der Ingbe Vermögenswerte in der Höhe von 200 bis 300 Millionen Euro gebunkert sein könnten. Der Masseverwalter argumentiert in einer gut 70-seitigen Klage, dass die Ingbe „als Privatbank des Herrn Benko, als Sparkassa“ genutzt wurde.
Benko habe den Stiftungsräten über die Jahre Anweisungen gegeben und diese hätten oftmals binnen weniger Minuten diese Anweisungen ausgeführt. Offiziell war Benko, der als Einzelunternehmer rund 2,5 Milliarden Euro Schulden angehäuft hat, zuletzt kein Begünstigter mehr.
Parallel zur Klage wurde am 4. Dezember auch ein Antrag auf einstweilige Verfügung eingebracht, damit das Vermögen der Ingbe-Stiftung im Sinne der Benko-Gläubiger vorerst nicht weiter geschmälert werden darf.
Gericht kappt Geldflüsse
Nun der Knalleffekt: Das Fürstliche Landgericht in Vaduz erließ am 7. Jänner die einstweilige Verfügung. Das bedeutet: Die Geldflüsse sind vorerst gekappt, die Stiftung darf aktuell keine Zuwendungen an Begünstigte ausschütten.
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