Mehr als 21.000 Fans

Siedender Hexenkessel im „Eiskasten“ Bergisel

Tirol
04.01.2026 18:45

Mehr als 21.000 tobende Schlachtenbummler brachten den ausverkauften Bergisel trotz klirrender Kälte zum Sieden. Am Ende jubelten in Innsbruck überraschend die Japaner. Trotzdem war die Stimmung gut und die dritte Station der Vierschanzentournee wurde einmal mehr zum Spektakel.

Schlachtlieder, Trompetenklänge und Gebrüll: Die 74. Vierschanzentournee machte Station in Innsbruck – und der Bergisel war wieder das, was er seit Jahrzehnten ist: Treffpunkt, Pilgerstätte, Hexenkessel.

Zahlreiche Stammgäste und etliche Premieren
Schon Stunden bevor der erste Springer Richtung Wiltener Friedhof segelte, strömten Fans aus aller Welt auf den Hausberg der rot-weiß-roten „Superadler“. Skandinavische Fahnen flatterten neben rot-weiß-roten Schals, irgendwo hörte man einen Kuhglockenchor. Viele waren Stammgäste, erzählten von „ihrem“ ersten Bergiselspringen, andere waren zum ersten Mal da und staunten, wie steil die Schanze über der Stadt thront. „Im TV wirkt das nie so hoch“, sagte ein Zuschauer und zog sich die Mütze tiefer ins Gesicht.

Je mehr sich das Stadion füllte, umso lauter wurde es im Oval – und die Minusgrade wurden vielen egal. „Die Stimmung hier war schon immer super. Deshalb sind wir hier“, erklärte eine Männer-Gruppe aus Deutschland, die mit ihren Biermützen auf sich aufmerksam machte und vor allem Felix Hoffmann die Daumen drückte. Dass er als bester Deutscher am Ende „nur“ auf Rang fünf landete, trübte ihre Stimmung und die von unzähligen Landsleuten dann aber doch ein bisschen.

Sternsinger drückten den „Superadlern“ die Daumen
„Wir sind extra aus Wien angereist“, verrieten Elisabeth und Stefan bei ihrer Bergisel-Premiere. Es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Wie die Sternsinger der Pfarre Wilten drückten auch sie vor allem dem Tiroler Stephan Embacher die Daumen. „Schade, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, aber immerhin wurde er Dritter.“

Am Ende durften nicht die Slowenen mit ihrem „Überflieger“ Domen Prevc jubeln, sondern die Japaner. Mit stolzgeschwellter Brust trällerte Ren Nikaido die Hymne. Aber auch viele rot-weiß-rote Fans freuten sich über den Premieren-Sieg des Japaners einfach mit.

Faires und fast unfallfreies Springen
Zur Freude von Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler erwies sich Innsbruck auch ohne rot-weiß-roten Heimsieg einmal mehr als faires Publikum. Das Springen blieb – wie eigentlich immer – friedlich. Und auch die Rettung zog positiv Bilanz: „Wir mussten nur ein paar Patienten speziell aufgrund der Kälte versorgen“, resümierte Stefan Hofmarcher vom Roten Kreuz. Leider musste ein Vorspringer nach einem Sturz in die Klinik gebracht werden, die Verletzungen sind aber hoffentlich nicht allzu schlimm.

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