Iniciativ Angola

Eine Pfarre, zwei Kirchen und Menschen für Afrika

Kärnten
04.01.2026 12:00

Willkommen in St. Primus! 1200 Menschen im Pfarrgebiet, engagierte Dorfbewohner, die zusammenhalten und helfen: daheim im Dorf, aber auch im Südwesten Afrikas, wo Armut weilt. 

Türen öffnen, hinter sie blicken, helfend einschreiten und für Menschen da sein, die arm sind und Hunger leiden! Das steckt hinter der Idee des zweisprachigen Vereins Iniciativ Angola, der seit Jahrzehnten im kleinen Dorf St. Primus wirkt. Die „Krone“ ist auf Besuch im Pfarrhof und trifft auf engagierte Helfer. Die Geschichte der Kirche, die eigentlich zur Pfarre St. Veit im Jauntal gehört, ist noch jung.

„Mitte der 1970er-Jahre wurde die Kirche St. Primus da gebaut, wo damals Geschäfte, die Post, das Zentrum waren. Jetzt steuern wir auf den 50er zu. 2027 feiern wir das Jubiläum unserer modernen Pfarrkirche St. Primus“, weiß Pfarrer Hanzej Rosenzopf. Architekt der neuzeitlichen Kirche war Anton Bitenc aus Slowenien. Am Rande des kleinen Dorfes thront noch die alte Pfarrkirche St. Veit im Jauntal.

Besuche schärfen „den Blick für Menschen in Not“
„Zwei Pfarrkirchen in einer Pfarre – das gibt’s nicht so oft“, lacht Rosenzopf, der seit 30 Jahren Kindern in Afrika hilft. In seinem zweisprachigen Wirkungsbereich gibt es rund 1100 Katholiken, den Kulturverein SPD Danica, den Kirchenchor und den Verein Iniciativ Angola mit 300 Mitgliedern.

2004 wurde der Verein Iniciativ Angola gegründet: Schulen wurden gebaut, für Kinder gibt es ...
2004 wurde der Verein Iniciativ Angola gegründet: Schulen wurden gebaut, für Kinder gibt es Mahlzeiten.(Bild: Iniciativ Angola)
300 Menschen setzen sich für Angola ein.
300 Menschen setzen sich für Angola ein.(Bild: Evelyn Hronek)
Zwei Kirchen in einer Pfarre – eine Seltenheit
Zwei Kirchen in einer Pfarre – eine Seltenheit(Bild: Evelyn Hronek)
Ein Teil des Iniciativ-Angola-Teams in der Pfarrkirche St. Primus vor Bildern von Valentinniko ...
Ein Teil des Iniciativ-Angola-Teams in der Pfarrkirche St. Primus vor Bildern von Valentinniko Oman: Dominik Weiss, Teresa Wakounig, Vereinsvorstand Hanzej Rosenzopf, Simone Hanschej und Niko Wakounig (v.l.n.r.).(Bild: Evelyn Hronek)
Pfarrer Hanzej Rosenzopf ist seit 30 Jahren Motor der Angola-Projekte – am Foto oben (re.) mit ...
Pfarrer Hanzej Rosenzopf ist seit 30 Jahren Motor der Angola-Projekte – am Foto oben (re.) mit Don-Bosco-Schwestern in Afrika.(Bild: Iniciativ Angola)

„150 davon sind Jahr für Jahr im Einsatz und unterstützen arme Kinder und Jugendliche in Angola und Äthiopien“, so der engagierte Priester: „Der Verein wurde 2004 gegründet, seither haben wir knapp drei Millionen Euro gesammelt. Eine halbe Million allein bei 30 Missionstombolas.“

Vorstandsmitglied Teresa Wakounig (28) ist schon lange dabei: „Ich hab’ schon in der Volksschule Lieder für Angola gesungen. Mittlerweile war ich selbst in Afrika. Es ist schön, zu helfen. Das Lachen der Kinder belohnt jeden Einsatz.“ Auch Woody-Chef Gerhard Piroutz war in Afrika. Er hat vorigen Sommer das Handwerk des Tischlers gelehrt: „Es ist nicht in Worte zu fassen – die Freude der jungen Menschen beim Arbeiten mit Holz zu erleben, ist viel wert.“

Das weiß auch Simone Haschej. Die Jauntalerin ist Volksschullehrererin in Klagenfurt: „Wir waren in einem Dorf, in dem eine Schule gebaut wurde. Ich habe mit den Kindern Englisch gelernt. Das Erlebte ist stark verankert, es bringt Dankbarkeit.“ Niko Wakounig betont: „Wer da gewesen ist, weiß, wie schön wir es in Wirklichkeit haben.“ Den Blick für Menschen in Not „geschärft“ habe der Afrikabesuch, meint der angehende Sozialpädagoge Dominik Weiss.

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