Historisch niedrige Schadstoffwerte verzeichneten die Wiener Luftmessstationen im vergangenen Jahr – zum Teil durch Maßnahmen der Stadt, zum Teil einfach durch Glück.
Über „eines der besten Jahre in der Geschichte der Wiener Luftqualität“ freut sich Wiens Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ): Die Jahresbilanz der 16 Luftgüte-Messstationen in der Stadt fällt gut wie selten aus. Bei fast allen Stationen wurde die niedrigste Stickstoffdioxid-Belastung der Messgeschichte verzeichnet. Der Feinstaub lag nur an einem einzigen Tag über dem gesundheitsgefährdenden Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, im letzten Jahr waren es im Schnitt noch fünf.
Wetter half bei der Schadstoffbilanz mit
Das Rathaus heftet sich die Erfolge – durch viel Öffi-Verkehr, Gebäudesanierungen, Förderung von E-Mobilität – auf die eigenen Fahnen, gibt aber auch zu: Das meteorologische Glück war 2025 auf der Seite der Stadt. Während das Wetter 2024 den in Wien produzierten Feinstaub in der Stadt gehalten hat, wurde im letzten Jahr viel mehr davon vom Wind weggeblasen.
Der Wiener Luftgütebericht hat allerdings auch seine Lücken: Zu den kleinsten und damit gefährlichsten Feinstaubpartikeln gibt es keine Messungen. Handy-Wetter-Apps bringen dazu oft Schätzwerte und sehen die Wiener Luftqualität weit weniger optimistisch als die offiziellen Messungen. Unbestritten ist aber die Einschätzung der Stadt, dass so gute Werte wie heute noch vor 15 Jahren „unerreichbar“ schienen.
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