18 Millionen Minus

Großpleite: Bauträger schlittert in Konkurs

Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Auf Eigenantrag wurde am Freitag über das Vermögen der Haberl Baugesellschaft m.b.H. in Lustenau das Konkursverfahren am Landesgericht Feldkirch eröffnet. Die Höhe der Verbindlichkeiten beläuft sich nach Angaben des KSV1860 auf satte 18 Millionen Euro. 33 Mitarbeiter sind betroffen.  

Ursache für die Pleite sind nach Angaben der Schuldnerin Unstimmigkeiten bei einem Großprojekt. Kundenzahlungen in beträchtlicher Höhe seien ausgeblieben. Der dadurch entstandene Liquiditätsengpass wäre durch interne Maßnahmen nicht mehr auszugleichen gewesen. Der Alpenländischen Kreditorenverbans (akv) gab endgültig gescheiterte Gespräche mit Investoren als zusätzlichen Grund an.

Hohe Bankschulden: Haberl Bau vor ungewisser Zukunft
Das Unternehmen ist seit 33 Jahren im Hoch- und Tiefbau tätig, und Geschäftsführer Helmut Haberl ist beschränkt haftender Alleingesellschafter. Die Löhne wurden bis November ausbezahlt. Die Aktiva weist Haberl Bau mit rund 1,6 Millionen Euro aus, außerdem verfügt das Unternehmen über neun Liegenschaften. Laut den vorgelegten Unterlagen gibt es derzeit 15 Gläubiger mit Forderungen von insgesamt etwa 18,8 Millionen Euro, davon rund 18 Millionen Euro an Bankverbindlichkeiten. 

Wie es weitergeht
Über die Fortführung des Unternehmens wird nun der Masseverwalter entscheiden. Zu dem wurde der Lustenauer Rechtsanwalt Gerhard Müller bestellt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist am 19. Februar 2026 am Landesgericht Feldkirch. Gläubigerforderungen können bis zum 5. Februar 2026 (gerichtliche Anmeldefrist) über den Kreditschutzverband von 1870 (KSV) angemeldet werden.

Die Sanierungs- und Konkursverfahren in der Vorarlberger Baubranche setzen sich fort: Anfang November musste das Unternehmen Markus Tschohl Küchen auf Eigenantrag Insolvenz anmelden und hinterließ rund 3,7 Millionen Euro Passiva –  betroffen sind 15 Mitarbeitende. Ende November folgte die Feldkircher Maler- und Anstreicherfirma Farben-Krista, die mit gut einer Million Euro überschuldet ist. Hier sind 13 Beschäftigte betroffen. Diese Woche beantragte zudem die Mangold Bau aus Lochau ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Betroffen sind 17 Mitarbeitende und Verbindlichkeiten von 1,7 Millionen Euro.

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