Toyota-Pilot Sebastien Ogier hat sich am Samstag in Saudi-Arabien zum neunten Mal zum Rallye-Weltmeister gekrönt. Der Franzose zog dadurch mit seinem Landsmann und Rekordtitelträger Sebastien Loeb gleich.
Ogier, der am 17. Dezember 42 Jahre alt wird, ist nun der älteste Rallye-Champion in dieser Sportart. Dem Routinier reichte im abschließenden Rennen Rang drei, um den Waliser Elfyn Evans, der Sechster wurde, noch abzufangen. Die letzte Rallye ging an den Belgier Thierry Neuville.
„An unsere Grenzen gebracht“
„Was für eine Saison, was für ein Kampf mit Elfyn“, sagte Ogier im Ziel in Jeddah. „Sie waren superstark und haben uns bis zur letzten Etappe des Jahres an unsere Grenzen gebracht.“ Evans war mit drei Punkten Vorsprung ins Saisonfinale gegangen, hatte aber am Ende um vier Zähler das Nachsehen. „Es war ein hartes Rennen“, sagte der walisische Toyota-Fahrer, der zum fünften Mal in seiner Karriere Vizemeister wurde. Evans hatte gehofft, der erste britische Champion seit Richard Burns 2001 zu werden. „Ich denke, wir haben getan, was wir konnten.“
Ogier nur noch Teilzeitpilot
Der Titel für Ogier ist auch deswegen bemerkenswert, weil das Rallye-Ass nur mehr als Teilzeitpilot unterwegs war. Er fehlte bei drei der 14 Läufe, sechs gewann er. Für seinen Beifahrer Vincent Landais, der seit 2022 mit ihm zusammenarbeitet, war es der erste WM-Titel. Während Loeb seine Titel zwischen 2004 und 2012 mit Citroën gewann, triumphierte Ogier in Autos von Volkswagen (2013-16), Ford (2017,18) und Toyota (2020,21,25). Für den entthronten Titelverteidiger Neuville endete die WM-Saison mit dem Rennsieg vor Adrien Fourmaux (beide Hyundai) versöhnlich, der Belgier wurde in der Gesamtwertung Fünfter.

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