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KTM-Sportchef Beirer

„Müssen ihm ein siegfähiges Motorrad hinstellen“

MotoGP
02.12.2025 06:01

Vor einem Jahr stand die MotoGP-Zukunft von KTM noch in den Sternen. Jetzt klopft sogar schon 2027 in Mattighofen an die Tür. Sportchef Pit Beirer über die Herausforderungen im Vertragspoker, den straffen Zeitplan und die finanziellen Hoffnungen für die kommenden Jahre. 

Nach Saisonende ist bekanntlich vor dem Start der nächsten Saison. In der MotoGP beginnt parallel dazu bereits das Jahr 2027, wenn mit den neuen 850ccm-Maschinen eine Regel-Revolution in den Garagen Einzug hält. „Der Motor läuft schon am Prüfstand. Jetzt geht es noch vor Weihnachten an die Rennstrecke. Ich denke, damit sind wir die Ersten, die mit dem Gesamtpaket rausfahren“, verriet KTM-Sportchef Pit Beirer der „Krone“.

Alle wollen Acosta
Der frühe Start ist aber auch notwendig: „Weil das ganze Paddock Pedro Acosta haben will“, weiß der Sportchef. „Wir können ihn nur halten, wenn wir ihm für 2026 ein siegfähiges Motorrad hinstellen und ihm einen extrem coolen Plan für 2027 vorlegen. Dabei wird nicht eine Summe X entscheiden, sondern der sportliche Ausblick.“

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Marc Marquez, Acosta, Quartararo und Bezzecchi werden die ersten Schachzüge machen. Aber niemand wird die Katze im Sack kaufen.

Pit Beirer über MotoGP-Vertragspoker

Parallel zum Ende der 1000ccm-Ära enden in der MotoGP nächstes Jahr die Verträge sämtlicher Spitzenfahrer, der Poker um die besten Köpfe wird demnächst beginnen: „Marc Marquez, Acosta, Quartararo und Bezzecchi werden die ersten Schachzüge machen. Aber niemand wird die Katze im Sack kaufen und jeder wird sich zuerst die jeweiligen 850ccm-Motorräder anschauen wollen.“

Pedro Acosta jubelte über zwölf Podien (5 in GPs, 7 im Sprint) und WM-Rang vier
Pedro Acosta jubelte über zwölf Podien (5 in GPs, 7 im Sprint) und WM-Rang vier(Bild: AFP/JAVIER SORIANO)

Vor einem Jahr am Boden
Dass man bei KTM überhaupt für 2027 planen darf, grenzt an ein kleines Wunder. „Vor einem Jahr herrschte drei Monate Stillstand, wusste niemand, ob es uns nächstes Jahr noch geben wird“, erinnert sich Beirer an die Konzern-Pleite zurück. „Jetzt darf ich aber einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag mit der MotoGP aushandeln. Das Bekenntnis von Bajaj (Neo-Eigentümer aus Indien) und der unermüdliche Einsatz von CEO Gottfried Neumeister haben das möglich gemacht.“

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Die Zeiten, in denen die Hersteller Millionen in die Budgets gepumpt haben, sind vorbei.

Pit Beirer über die Zukunftsaussichten

Mit der Übernahme von F1-Vermarkter Liberty Media im kommenden Jahr sind die Hoffnungen groß, dass künftig die Kassen klingeln. „Die Zeiten, in denen die Hersteller Millionen in die Budgets gepumpt haben, sind vorbei. Jetzt ist die Stunde null, in der man MotoGP-Teams in ein Geschäftsmodell umwandeln kann. Das Interesse von Investoren ist groß – auch weit über den Tellerrand des Motorsports hinaus.“

In jedem Fall gibt es nächstes Jahr prominenten Zuwachs in den Boxen von KTM: Maverick Vinales hat sich den dreifachen MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo als „Performance-Coach“ geschnappt. „Damit betreut er in erster Linie Maverick. Aber ein Champion seines Kalibers wird sicher Dinge sehen, die uns helfen. Jorge war ja schon dort, wo wir hinwollen.“ Nämlich ganz oben.

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