Wenn Samstag zu „High Noon“ der Startschuss zum Final-Four der Judo-Bundesligen bei Damen und Herren in Gmunden fällt, haben gleich zwei Salzburger Teams die Chance auf Gold. Während die PSV-Flachgau-Girls als Außenseiter starten, können die Sanjindo-Herren den ersten Finaleinzug seit 2015 schaffen.
Kaum zu glauben, aber doch. Der letzte Salzburger Herren-Triumph datiert noch aus dem Jahr 2012. Seither hat Serienmeister Galaxy Tigers aus Wien nur einmal (!) den Titel verpasst. Wie drei Jahre zuvor schafften es die Straßwalchner 2015 erneut ins Finale. Seither ist das keinem Salzburger Klub mehr gelungen. Doch was braucht es dazu eigentlich? Die „Krone“ hat Christoph Kronberger gefragt, der beim letzten Flachgau-Triumph dabei war und heute daheim in Burgkirchen aktiv ist. „Wir waren ein eingeschworener Haufen von 20 Leuten, das gibt es nur ganz selten wo. Das war das große Verdienst von Gerhard Dorfinger“, erinnert sich der Schwergewichtler.
Wir waren ein eingeschworener Haufen von 20 Leuten, das gibt es nur ganz selten wo. Das war das große Verdienst von Gerhard Dorfinger.
Christoph Kronberger über seine Straßwalchen-Zeit
Breite auf allen Ebenen nötig
Dabei trat das Team beim letzten Triumph gar nicht in Bestbesetzung an. Olympia-Held Lupo Paischer etwa ließ nach dem Halbfinale dem jungen Lukas Hofmann den Vortritt, der gegen Georgiens Nummer eins Papinashvili ran musste. Warum Flachgau dennoch siegte? Kronberger erklärt die „Zwei plus Zwei“-Rechnung: „Du brauchst zwei starke Legionäre. Gewinnen die ihre Kämpfe, hast du vier Punkte. Wenn zwei Eigene dann nachlegen, hast du gewonnen. Dafür braucht man aber Breite auf allen Ebenen des Vereins.“ Weil das die Rekordmeister Mühlviertel und Galaxy mit zahlreichen Außenstellen am besten machen, stehen diese auch an der Spitze.
Wie stehen nun die Chancen der Herren von Sanjindo-Herren von Bischofshofen? „So eng wie heuer war es noch nie. Alle können es packen“, sagt Obmann Thomas Wentz. Das erklärte Ziel ist zumindest erreicht. „Wir wollten Galaxy im Halbfinale vermeiden, haben das in der Liga geschafft“, weiß Kapitän Herbert Wicker. Als Ass im Ärmel gilt der zuletzt auf einem Europatrip verpflichtete kubanische Ex-Weltmeister Andy Granda.
Titelverteidiger verstärkte sich prominent
Bei den Damen eroberte Bischofshofen zuletzt vor zwei Jahren den Titel. Weil vom Kader nicht mehr viel übrig blieb, startete heuer aus Salzburger Sicht nur eine Kampfgemeinschaft aus PSV Salzburg und Straßwalchen, genannt „PSV Flachgau“. Die Erwartungen sind im Vorfeld gering, geht es doch gegen Grunddurchgangssieger Leibnitz. „Aber stolzer Dritter sind wir in jedem Fall“, lacht PSV-Obmann Ronny Tiefgraber, dessen Sohn Andreas das Team coacht. Als Favorit gilt Titelverteidiger Mühlviertel, der sich fürs Finale extra mit Nationalteam-Athletin Lubjana Piovesana verstärkte.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.