Hohe Entschädigung
Dänen erlitten nach Abnehmspritze Sehschäden
In Dänemark erlitten mindestens vier Patientinnen und Patienten schwere Sehschäden, nachdem sie Abnehmmedikamente genommen hatten. Es handelte sich um das Abnehmmedikament Wegovy sowie das Diabetesmedikament Ozempic. Zusammen erhalten die Betroffenen nun Entschädigungszahlungen im Wert von umgerechnet 107.000 Euro vom Staat.
Die Patientinnen und Patienten haben die Augenkrankheit NAION (nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie) entwickelt, die eine starke und meist permanente Sehverschlechterung zur Folge hat. Im Juni war die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zu dem Schluss gekommen, dass NAION eine sehr seltene Nebenwirkung von Medikamenten ist, die den Wirkstoff Semaglutid enthalten, darunter sind auch Wegovy und Ozempic. Statistisch gesehen betrifft sie bis zu einer Person von 10.000 Patientinnen und Patienten.
Laut der dänischen Behörde haben bisher 42 Patientinnen und Patienten im Land einen Entschädigungsantrag gestellt. Fünf seien bisher bearbeitet worden. Ein Antrag wurde abgelehnt, vier Patientinnen und Patienten bekamen eine Entschädigung zugesprochen. Es seien sehr komplexe Fälle, teilte die Behörde mit. So seien die Medikamente noch recht neu und die Betroffenen hätten durch ihre Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck ohnehin ein höheres Risiko, an der Augenkrankheit zu erkranken.
Wer während der Behandlung mit Semaglutid einen plötzlichen Sehverlust oder eine rasch zunehmende Verschlechterung des Sehvermögens bemerkt, sollte umgehend eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren. „Wenn NAION bestätigt wird, sollte die Behandlung mit Semaglutid beendet werden“, schreibt die EMA.
Die Medikamente Ozempic und Wegovy des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk werden auch in Österreich vielfach eingenommen. Sie sind hierzulande ebenfalls gegen Diabetes Typ 2 beziehungsweise Adipositas zugelassen.









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