Erschütternder Fall häuslicher Gewalt am späten Freitagabend in Wien-Ottakring: Eine 65-jährige Wienerin stürmte völlig verstört in die Polizeiinspektion am Hernalser Gürtel. Laut ihren Angaben soll ihr eigener Sohn – ein 41-jähriger Ukrainer – sie unmittelbar davor geschlagen, bedroht und ausgeraubt haben.
Wie die Frau den Beamten schilderte, habe der Sohn wiederholt Geld von ihr verlangt. Als sie sich weigerte, soll der Mann ausgerastet sein: Er habe mit den Fäusten auf seine Mutter eingeprügelt, bis sie ihm schließlich ihr Bargeld gab. Doch damit sei der Horror nicht zu Ende gewesen ...
Mutter mit Messer bedroht
Unmittelbar nach dem Angriff soll der 41-Jährige ein Messer gegriffen, es gegen seine Mutter gerichtet und ihr gedroht haben, sie „umzubringen“, wenn sie ihm künftig wieder Geld verweigere.
Die 65-Jährige gab zudem an, bereits mehrfach zuvor von ihrem Sohn bedroht, verletzt und auch um persönliche Gegenstände gebracht worden zu sein. Mehrere Sachen – darunter ein Mobiltelefon – sollen von ihm mutwillig beschädigt worden sein.
Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an
Weitere Ansprechpartner:
Daraufhin rückten Beamte des Stadtpolizeikommandos Josefstadt gemeinsam mit der Sondereinheit WEGA zur gemeinsamen Wohnung des Mutter-Sohn-Paares aus. Dort trafen sie den Verdächtigen an – er ließ sich widerstandslos festnehmen.
Sohn in Justizanstalt gebracht
Gegen den 41-Jährigen wurden sofort ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Polizei zeigte ihn wegen des Verdachts auf mehrfache Körperverletzung, gefährliche Drohung, Raub und Sachbeschädigung an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er anschließend in eine Justizanstalt überstellt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.