Festnahme in Wien

Verprügelt und beraubt: Mutter flüchtet vor Sohn

Wien
15.11.2025 13:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Erschütternder Fall häuslicher Gewalt am späten Freitagabend in Wien-Ottakring: Eine 65-jährige Wienerin stürmte völlig verstört in die Polizeiinspektion am Hernalser Gürtel. Laut ihren Angaben soll ihr eigener Sohn – ein 41-jähriger Ukrainer – sie unmittelbar davor geschlagen, bedroht und ausgeraubt haben.

Wie die Frau den Beamten schilderte, habe der Sohn wiederholt Geld von ihr verlangt. Als sie sich weigerte, soll der Mann ausgerastet sein: Er habe mit den Fäusten auf seine Mutter eingeprügelt, bis sie ihm schließlich ihr Bargeld gab. Doch damit sei der Horror nicht zu Ende gewesen ...

Mutter mit Messer bedroht 
Unmittelbar nach dem Angriff soll der 41-Jährige ein Messer gegriffen, es gegen seine Mutter gerichtet und ihr gedroht haben, sie „umzubringen“, wenn sie ihm künftig wieder Geld verweigere.

Die 65-Jährige gab zudem an, bereits mehrfach zuvor von ihrem Sohn bedroht, verletzt und auch um persönliche Gegenstände gebracht worden zu sein. Mehrere Sachen – darunter ein Mobiltelefon – sollen von ihm mutwillig beschädigt worden sein.

Holen Sie sich Hilfe!

Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an

Weitere Ansprechpartner:

  • Frauenhelpline: 0800 222 555
  • Wiener Interventionsstelle/Gewaltschutzzentrum: 0800 700 217
  • Opfer-Notruf: 0800 112 112
  • Notruf des Vereins der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22

Daraufhin rückten Beamte des Stadtpolizeikommandos Josefstadt gemeinsam mit der Sondereinheit WEGA zur gemeinsamen Wohnung des Mutter-Sohn-Paares aus. Dort trafen sie den Verdächtigen an – er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Sohn in Justizanstalt gebracht
Gegen den 41-Jährigen wurden sofort ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Polizei zeigte ihn wegen des Verdachts auf mehrfache Körperverletzung, gefährliche Drohung, Raub und Sachbeschädigung an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er anschließend in eine Justizanstalt überstellt.

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