Nach Spekulationen

Rätsel um blaue Hunde in Tschernobyl gelöst

Ausland
02.11.2025 10:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bilder von Hunden mit leuchtend blauem Fell im verseuchten Gebiet von Tschernobyl haben kürzlich für wilde Spekulationen gesorgt. Vermutet wurde eine Nebenwirkung der Strahlung oder Bildermanipulation durch den Einsatz eines Filters oder künstlicher Intelligenz – doch die Lösung des Rätsels enthüllt einen harmlosen Hintergrund. 

Nachdem die Organisation „Dogs of Chernobyl“ Videoaufnahmen der blau gefärbten Vierbeiner veröffentlicht hatte, war die Sorge um die Streuner groß. So vermutete eine Tierärztin des gemeinnützigen Vereins, dass sich die Tiere in einer potenziell gefährlichen Substanz gewälzt haben könnten. 

„Das ist Unsinn“, erteilte der Generaldirektor des mit der Beobachtung der Zone befassten Staatsunternehmens Ecocentre den wilden Vermutungen nun eine Abfuhr. Serhij Kirjejew erklärte Journalisten in Tschernobyl nun, dass die Ursache für die unnatürliche Fellfärbung keineswegs besorgniserregend sei. 

Dieses Viedo sorgte für viel Wirbel in sozialen Netzen:

Hunde vermehren sich trotz lebensgefährlicher Umgebung
„Die Hunde wurden sterilisiert, und sie werden mit Blau gekennzeichnet, dass sie sterilisiert wurden“, klärt der Veterinär auf. So soll verhindert werden, dass die Population weiter zunimmt. Die Tiere zeigen sich trotz der lebensfeindlichen Umgebung in der Gegend, in der sich vor knapp vier Jahrzehnten die schwere Nuklearkatastrophe ereignet hatte, äußerst erfolgreich darin, sich zu vermehren. Die Farbe sei harmlos für die Hunde, beruhigt Kirjejew.

Die Organisation „Dogs of Chernobyl“, die die Tiere maßgeblich betreut und zuvor auf die plötzliche Verfärbung aufmerksam gemacht hatte, wurde offenbar nicht über die medizinische Maßnahme, die an den Streunerhunden durchgeführt wurde, informiert.

Zone 30 Kilometer um den Unglücksort komplett gesperrt
Am 26. April 1986 kam es im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl in der Nordukraine zum bisher größten Atomunfall der Geschichte. Wegen der radioaktiven Strahlung wurde eine Zone im Umkreis von etwa 30 Kilometern um den Unglücksort komplett gesperrt. Zehntausende Menschen wurden umgesiedelt. Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten erlitten Tausende Menschen schwere Strahlenschäden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung