Autobomben-Explosion

Beirut: Terroranschlag fordert mehrere Todesopfer

Ausland
19.02.2014 16:22
Der Libanon versinkt immer tiefer im Strudel des syrischen Bürgerkrieges. Bei verheerenden Bombenanschlägen kamen am Mittwoch in der Hauptstadt Beirut acht Menschen ums Leben. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Zwei Selbstmordattentäter hatten im südlichen Schiiten-Viertel Bir Hassan zwei Autobomben gezündet. Die Terroristen rissen laut den Behörden einen Polizisten und vier Zivilisten mit in den Tod. Eine weitere Person erlag wenig später ihren Verletzungen.

Der Doppelanschlag ereignete sich in der Nähe eines iranischen Kulturzentrums. Der Bezirk Bir Hassan gilt als Hochburg der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah. Einige Mitarbeiter des Kulturzentrums seien leicht verletzt worden, berichtete der Nachrichtensender Al-Arabiya unter Berufung auf die iranische Botschaft in Beirut.

Dschihadisten-Gruppe bekennt sich zu Doppelanschlag
Nach dem Anschlag tauchte im Kurznachrichtendienst Twitter ein Bekennerschreiben im Namen einer dschihadistischen Gruppe auf, die sich Abdullah-Assam-Brigaden nennt. Darin hieß es: "Wir werden unseren Kampf gegen den Iran und seine Miliz solange fortsetzen, bis sie aus Syrien abziehen." Der frühere Anführer der Brigaden, der Saudi Majid al-Majid, war im Jänner in Beirut verhaftet worden. Er starb kurz darauf im Gefängnis - angeblich an Nierenversagen.

In den vergangenen Monaten hatte es bereits mehrere Anschläge in Bezirken mit einem hohen Anteil von Hisbollah-Anhängern gegeben. Zu einigen dieser Anschläge hatten sich sunnitische Extremistengruppen bekannt. Diese begründeten die Gewalt mit der Beteiligung der Hisbollah-Milizionäre am Bürgerkrieg im benachbarten Syrien. Die vom Iran aufgerüstete Hisbollah kämpft im syrischen Bürgerkrieg auf der Seite der Truppen von Präsident Bashar al-Assad.

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