Autobomben-Explosion
Beirut: Terroranschlag fordert mehrere Todesopfer
Der Doppelanschlag ereignete sich in der Nähe eines iranischen Kulturzentrums. Der Bezirk Bir Hassan gilt als Hochburg der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah. Einige Mitarbeiter des Kulturzentrums seien leicht verletzt worden, berichtete der Nachrichtensender Al-Arabiya unter Berufung auf die iranische Botschaft in Beirut.
Dschihadisten-Gruppe bekennt sich zu Doppelanschlag
Nach dem Anschlag tauchte im Kurznachrichtendienst Twitter ein Bekennerschreiben im Namen einer dschihadistischen Gruppe auf, die sich Abdullah-Assam-Brigaden nennt. Darin hieß es: "Wir werden unseren Kampf gegen den Iran und seine Miliz solange fortsetzen, bis sie aus Syrien abziehen." Der frühere Anführer der Brigaden, der Saudi Majid al-Majid, war im Jänner in Beirut verhaftet worden. Er starb kurz darauf im Gefängnis - angeblich an Nierenversagen.
In den vergangenen Monaten hatte es bereits mehrere Anschläge in Bezirken mit einem hohen Anteil von Hisbollah-Anhängern gegeben. Zu einigen dieser Anschläge hatten sich sunnitische Extremistengruppen bekannt. Diese begründeten die Gewalt mit der Beteiligung der Hisbollah-Milizionäre am Bürgerkrieg im benachbarten Syrien. Die vom Iran aufgerüstete Hisbollah kämpft im syrischen Bürgerkrieg auf der Seite der Truppen von Präsident Bashar al-Assad.
















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