19 Grad in Sotschi
"Hitzefieber": Russen baden, Sportler leiden
Die Bilder vom Zehn-Kilometer-Klassik-Bewerb der Damen am Donnerstagvormittag sind höchst ungewöhnlich. Zahlreiche Sportlerinnen gingen leicht bekleidet an den Start. Die US-Amerikanerin Sophie Caldwell (kleine Bilder 1 und 2) etwa trat ärmellos an, ebenso ihre Landsfrau Sadie Bjornsen (Bild 3). Auch Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk aus Polen (Bild 4) war so luftig unterwegs wie wohl selten zuvor in ihrer Karriere.
Smutna (Bild 5), die den 22. Platz belegte, war von den frühlingshaften Temperaturen auf den anspruchsvollen Loipen keineswegs angetan. Nur bis zur Streckenhälfte sei es ihr gut gegangen, danach habe sie gelitten. "Ich bin fix und fertig. Ich hasse solches Wetter einfach", sagte die gebürtige Tschechin und wünschte sich arktische Kälte herbei. "Wenn es minus 20 Grad hätte, wäre es optimal für mich."
Mildes Wetter geht weiter: Zwölf Grad in Alpinregion
Dieser Wunsch dürfte kaum in Erfüllung gehen: Das äußerst milde Wetter soll sich laut Prognosen fortsetzen, am Wochenende soll Regen dazukommen. In der Bergregion Krasnaja Poljana, wo die alpinen und nordischen Bewerbe stattfinden, sollen die Temperaturen mit bis zu zwölf Grad ebenfalls weit über dem Normalbereich liegen. Erste Trainingsläufe mussten bereits abgesagt werden, der Start der Herren-Kombi-Abfahrt am Freitag wurde angesichts der Bedingungen auf 7 Uhr MEZ vorverlegt.
Schon die Normaltemperaturen im in der subtropischen Klimazone liegenden Sotschi sind im Februar mit drei bis neun Grad für russische Verhältnisse richtiggehend heiß. 2014 ist für Sotschi jedoch anscheinend auch in Bezug aufs Wetter kein Jahr wie jedes andere. Ungewöhnlich warm ist es allerdings nicht nur in Russland, auch in Österreich gibt in den nächsten Tagen der Frühling ein Gastspiel (siehe Infobox).




















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