Hisbollah im Visier

Anschlag im Libanon fordert Tote und Verletzte

Ausland
01.02.2014 20:35
Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf eine Hochburg der radikalen Schiitenbewegung Hisbollah im Libanon sind am Samstag mindestens vier Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich laut Innenminister Marwan Charbel an einer Tankstelle in der nordöstlichen Stadt Hermel.

"Mindestens vier Menschen wurden getötet und 15 weitere verletzt", erklärte Charbel im Hisbollah-eigenen Fernsehsender Al-Manar. Drei der Verletzten seien demnach in einem lebensbedrohlichen Zustand. "Wir gehen von einem Selbstmordanschlag aus", sagte Charbel. Die Explosion, die sich kurz nach Einbruch der Dunkelheit ereignete, löste einen Großbrand aus, der den Rettungskräften die Zufahrt erschwerte.

Sicherheitskräfte riegelten das Gebiet ab, die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Die Tankstelle gehört zu einer Wohltätigkeitsorganisation, die von dem 2010 gestorbenen schiitischen Würdenträger Mohammed Hussein Fadlallah gegründet worden war.

Im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien ist es auch in dem eng mit dem Nachbarland verflochtenen Libanon zu einem Anstieg der Gewalt gekommen. Die Hisbollah-Miliz kämpft seit Mitte 2013 im syrischen Bürgerkrieg an der Seite der Truppen von Präsident Bashar al-Assad. Seitdem gab es sieben Anschläge auf Hochburgen der Bewegung im Libanon.

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