Für einen Privatkredit betrugen laut Statistik der Österreichischen Nationalbank (OeNB) die Durchschnittszinsen 4,8 Prozent, laut AK-Erhebung kostet eine Kontoüberziehung im Schnitt 9,5 Prozent. "Verhandle daher unbedingt die Zinsen, Spielräume sind drinnen", rät Glatz. Die AK-Tester haben Zinssätze, Spesen und Leistungen auf Gehaltskonten mit Einzelpreis- und Pauschalpreisverrechnung verglichen.
Vergleichen lohnt sich
Eine kurze Überziehung am Gehaltskonto - drei Monate lang mit 4.000 Euro - kostet im günstigsten Fall 68,75 Euro im Quartal, im teuersten Fall 132,5 Euro im Quartal. Wer sein Konto permanent überzieht und zum Beispiel mit 4.000 Euro ein Jahr lang im Minus ist, zahlt im günstigsten Fall 275 Euro im Jahr, im schlechtesten Fall 530 Euro im Jahr. "Es lohnt sich also, die Girokontomodelle zu vergleichen, da nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen unterschiedlich sind", so Glatz.
Anlässlich des aktuellen Gehaltskonto-Preistests fordert die AK mehr Transparenz bei allen Bankkonten. Vor allem soll der Kontoinhaber laufend über die Höhe des Überziehungsrahmens und die Höhe der Überziehungs- und Guthabenzinsen auf dem Kontoauszug gesetzlich verpflichtend informiert werden. Zudem wäre mehr Durchsichtigkeit bei Pauschalkonten und mehr Klarheit bei Preisen von Buchungsposten mit Konten mit Einzelpreisverrechnung angesagt.










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