In gut zwei Drittel der Fälle erreichte die injizierte Flüssigkeit nicht den Gesäßmuskel und damit ihr Ziel. Der Grund dafür seien eindeutig die Fettpolster über dem Muskel, die verhindern, dass normale Injektionsnadeln tief genug ins Gewebe eindringen können.
Per Injektion in den Gesäßmuskel werden oft Impfstoffe, Verhütungsmittel oder Schmerzmittel verabreicht. Die bevorzugte Injektionsstelle dabei ist die obere, äußere Region des Gesäßes, weil dort kaum große Blutgefäße, Nerven und Knochen liegen, die durch die Nadel beschädigt werden könnten. Zugleich besitzt der Gesäßmuskel dort viele kleine Blutgefäße, durch die ein Wirkstoff schnell in den Organismus aufgenommen werden kann. Das bringt’s allerdings nicht, wenn eine dicke Fettschicht drüber liegt.
Für ihre Studie versetzten sie die Testinjektionen mit einer kleinen Luftblase, deren Weg sie im Körper verfolgten. Außerdem ermittelten sie die Dicke des Fettgewebes im Bereich der Injektionsstelle.
Besonders schlecht war die Erfolgsbilanz von Gesäßinjektionen bei Frauen. Während bei 56 Prozent der Männer die Injektion das gewünschte Ergebnis erbrachte, war das lediglich bei 8 Prozent der Frauen der Fall. Als Grund dafür wird der generell höhere Fettanteil bei Frauen angesehen. Durch die Verwendung längerer Nadeln könnte die Erfolgsrate von Injektionen in den Gesäßmuskel aber verbessert werden, so die Forscher.








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