In Oberösterreich spitzt sich die Personalkrise bei der Polizei weiter zu. 87 Dienstposten sind derzeit unbesetzt, und auch beim Nachwuchs droht ein Rückschlag. Von den künftig österreichweit 288 Ausbildungsplätzen sollen nur wenige nach Oberösterreich gehen.
Besonders bitter: Hierzulande kommt ein Polizist auf 435 Einwohner – deutlich schlechter als der österreichweite Schnitt von 1:340. „Wenn unser Bundesland im Bundesvergleich ohnehin schon eine der schlechtesten Polizeidichten aufweist, kann man nicht auch noch beim Nachwuchs sparen“, warnt SPÖ-Sicherheitssprecherin Sabine Engleitner-Neu.
Die Sozialdemokratin fordert daher, dass Oberösterreich bei den Ausbildungsplätzen Vorrang haben müsse. „Der Löwenanteil der neuen Polizisten muss für Oberösterreich gesichert sein“, so Engleitner-Neu.
Wenn unser Bundesland ohnehin schon eine der schlechtesten Polizeidichten aufweist, kann man nicht auch noch beim Nachwuchs sparen. Der Löwenanteil der neuen Polizisten muss für Oberösterreich gesichert sein.

SPÖ-Klubobfrau Sabine Engleitner-Neu
Bild: MecGreenie Production OG
Die Lücken im Personalstand bedeuten für die aktiven Beamten enorme Mehrbelastung. Dienste müssen verschoben und Überstunden geleistet werden. „Eine sinkende Attraktivität des Berufs darf nicht zugelassen werden, vielmehr müssen gezielt Ausbildungsplätze in jenen Regionen geschaffen werden, wo der Bedarf besonders hoch ist“, sagt die SPÖ-Sicherheitssprecherin.
Neben Innenminister Gerhard Karner nimmt Engleitner-Neu auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in die Pflicht. „Jetzt ist politisches Gewicht gefragt. Der Landeshauptmann muss sich in Wien dafür einsetzen, dass Oberösterreich nicht weiter zurückfällt“, fordert sie.
Nur mit ausreichender Ausbildungskapazität und gezielten Maßnahmen gegen den Personalengpass könne man, so Engleitner-Neu, das Vertrauen der Bevölkerung in die öffentliche Sicherheit wieder stärken.
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