Die Sommerferien sind fast vorbei, der Schulstart steht vor der Tür. In der Seestadt wurde sogar eine ganze Containerschule gebaut. FPÖ schäumt.
Die Aufregung war groß, als die neuen Containerklassen zum Start des vergangenen Schuljahres wie Pilze aus dem Boden sprossen – wir berichteten. Aktuell gibt es in Wien 170 sogenannte Mobilklassen, im Vergleich zu rund 7400 Klassen in öffentlichen Pflichtschulen und Berufsschulen. 45 davon sind alleine im Schuljahr 2024/25 dazugekommen. Und sie werden sogar noch mehr.
Ab dem Schuljahr 2025/26 gibt es neue Mobilklassenstandorte mit insgesamt 21 Bildungsräumen. 11 dieser neuen Containerklassen sind in der Sonnenallee in der Seestadt als Erweiterung des Liselotte Hansen-Schmidt-Campus aufgestellt worden. Angeblich als „Provisorium“ für fünf Jahre. Scharfe Kritik daran kommt von der FPÖ. Die Blauen vermuten dahinter Einsparungsmaßnahmen auf dem Rücken der Schüler. „Das kann nicht die Zukunft für unsere Kinder sein. Wenn die Container so toll sind, warum arbeitet die Bildungsstadträtin dann nicht darin, sondern in einer noblen Zimmerflucht im Rathaus?“, so Mahdalik. Der Donaustädter befürchtet, dass aus der vorübergehenden Lösung ein Dauerprovisorium werden könnte.
Neuer Bildungscampus in der Seestadt erst 2030 fertig
Die Stadt versucht, zu beruhigen. Der Anteil an noch vorhandenen Mobilklassen sei gering. In der Seestadt wurde die schulische Infrastruktur einhergehend mit der Wohnbauentwicklung errichtet. Bisher wurden an den ersten beiden Campusstandorten 63 Bildungsräume für Kinder im Pflichtschulalter geschaffen. Ein weiterer Bildungscampus ist geplant, welcher voraussichtlich im Jahr 2030 seinen Betrieb aufnehmen wird.
Analysen der Stadtentwicklungsgebiete und Schülerströme hätten zudem ergeben, dass der Bedarf bis zur Fertigstellung des nächsten Bildungscampus nicht durch organisatorische Möglichkeiten abgefedert werden kann. Dies werde sich voraussichtlich wieder ändern, da im Nahbereich weitere Campus-Projekte realisiert werden. Die Kosten der temporären Mobilklassenanlagen im letzten Schuljahr (2024/25) betrugen für die Errichtung übrigens rund 14 Millionen Euro – heuer belaufen sich die Kosten für die Errichtung beider temporären Mobilklassenstandorte auf rund 4,1 Millionen Euro, heißt es weiter.
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