11.12.2013 09:30 |

UNICEF-Report zeigt:

Eines von drei Kindern existiert offiziell nicht

Die Geburten von 230 Millionen Kindern unter fünf Jahren sind nie registriert worden, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Report des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hervorgeht. Das entspricht etwa einem Drittel aller Buben und Mädchen dieser Altersklasse weltweit. Offiziell existieren diese Kinder also nicht.
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Geburtenregistrierung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Kinder nicht vergessen werden und ihnen ihre Rechte nicht vorenthalten werden, betonte UNICEF.

Die zehn Länder mit den niedrigsten Raten hinsichtlich Geburtenregistrierung sind Somalia (drei Prozent), Liberia (vier Prozent), Äthiopien (sieben Prozent), Sambia (14 Prozent), Tschad (16 Prozent), Tansania (16 Prozent), Jemen (17 Prozent), Guinea-Bissau (24 Prozent), Pakistan (27 Prozent) und die Demokratische Republik Kongo (28 Prozent).

Ohne Geburtsurkunde können Kinder von wichtigen Basisdiensten wie medizinischer Versorgung oder Schulbesuchen ausgeschlossen werden. Wenn Buben oder Mädchen durch Krisen und Katastrophen von ihren Eltern getrennt werden, sei die Familienzusammenführung ohne offizielle Dokumente zudem schwierig, teilte die UNICEF mit.

Die Papiere seien außerdem wichtig, um Gesetzgebung hinsichtlich Mindestalter durchzusetzen (z. B. Heirat, Arbeit oder Rekrutierung zu bewaffneten Truppen). Ohne offizielle Dokumente sei es laut UNICEF noch dazu oft unmöglich, einen Job zu bekommen, ein Konto zu eröffnen sowie Sozialleistungen zu erlangen.

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