07.12.2013 15:58 |

Umgerannt

Tiroler (15) von Krampus lebensgefährlich verletzt

Schwerste Verletzungen hat ein 15-jähriger Schüler beim alljährlich traditionellen Krampuslauf in Matrei in Osttirol erlitten. Der Bursche war von einem "Klaubauf" zu Boden gerissen worden und mit dem Kopf auf dem Asphalt aufgeschlagen. Sein Zustand ist stabil, aber die Gefahr noch nicht gebannt.

Der junge Osttiroler aus Arnbach in der Gemeinde Sillian war einer von mehreren Hundert Zuschauern, die sich am Freitagabend auf dem Rauterplatz in Matrei versammelten, um beim traditionellen "Klaubauflaufen" zuzusehen. Kurz nach Mitternacht wurde der Bursche von einem Krampus erfasst und zu Boden gerissen.

Noch in der Nacht zum Samstag wurde der 15-Jährige vom Bezirkskrankenhaus Lienz ins Klinikum Klagenfurt transportiert, wo die Ärzte seither die Entwicklung genau beobachten. "Der Zustand des jungen Patienten ist stabil", lautet die gute Nachricht von Kabeg-Sprecherin Kerstin Wrussnig. Aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Wie Ärzte erklären, könne man bei solchen Verletzungen erst nach Ablauf von 48 Stunden Genaueres sagen. Es könnte nämlich noch Nachblutungen geben.

"Es kann jeden erwischen"
Die Identität des Perchtenläufers ist unbekannt. Und laut Polizei wahrscheinlich kaum mehr feststellbar: "Das ist keine offizielle Veranstaltung. Es gibt auch keinen Verantwortlichen, weil die 'Klaubaufe' keinem Verein angehören", erklärt eine Polizeibeamtin. Im Grunde wisse jeder, der dabei ist, um das Risiko Bescheid. Es gibt nämlich keine Absperrungen - "es kann jeden erwischen". Selbstverständlich werde aber bereits wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Zuletzt hat es in Osttirol bei Krampusläufen immer wieder Schwerverletzte gegeben. Meist geht es um Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen. Heuer mussten bereits zehn Zuschauer stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, rund 60 weitere wurden ambulant behandelt.

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