03.12.2013 08:43 |

Illegale TV-Verträge

Millionenstrafen für Real und Barcelona

Die spanischen Topklubs Real Madrid und FC Barcelona sind wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht beim Handel mit Fernsehrechten mit Millionenstrafen belegt worden. Wie die nationale Kartellbehörde CNMC am Montag in Madrid mitteilte, werden die "Königlichen" 3,9 und die Katalanen 3,6 Millionen Euro zahlen müssen.

Die mächtige Medienproduktionsfirma Mediapro wurde den Angaben zufolge zur Zahlung von 6,57 Millionen Euro verurteilt. Außerdem werden auch die Klubs FC Sevilla (erste Liga) und Racing Santander (dritte Liga) mit 900.000 bzw. 30.000 Euro zur Kasse gebeten.

"Sehr ernste Vergehen"
Alle Bestraften hätten "sehr ernste Vergehen" begangen, indem sie Vierjahresverträge unterzeichnet hätten. Das Wettbewerbsrecht sehe für solche Verträge zwischen den einzelnen Klubs und TV-Anbietern eine Höchstdauer von drei Jahren vor, hieß es.

Ein Sprecher von Mediapro, das sich in Spanien mit Konkurrent Canal+ seit 2006 einen erbitterten "Übertragungskrieg" liefert, sagte der Zeitung "El Mundo", das Mediengesetz, das Verträge mit einer Laufzeit von bis zu vier Jahren gestatte, stehe über dem Wettbewerbsrecht.

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