Ein so eindeutiges Votum muss als klarer Auftrag an die Politik gewertet werden. So wie es jetzt auf der "Mahü" zugeht, kann es nicht bleiben. Die Fuzo-Gegner sehen sich im Ergebnis bestätigt und rufen am 27. November, von 15 bis 18 Uhr, zu einer Demo auf. Die Polizei hat den Protestzug bereits genehmigt.
Mit Lkws, Trillerpfeifen und Transparenten werden die Teilnehmer vom Christian-Broda-Platz aus im Schritttempo stadteinwärts ziehen. "Wir tragen das Projekt mit einem Krankenbett symbolisch zu Grabe", sagt Organisator Christian Weissinger. Der Anrainer aus Neubau hat auch auf Facebook eine Seite eingerichtet, auf der die Wiener ihrem Unmut Luft machen können.
Dramatische Umsatzrückgänge in Seitengassen
Indes werden erste Details aus einer großen Umfrage des Wirtschaftsbundes bekannt. Dieser hat 2.200 Kaufleute in der und rund um die Mariahilfer Straße befragt. 650 haben geantwortet. Ergebnis: Während die Geschäfte in der Einkaufsmeile selbst kaum Veränderungen spüren, gibt es in den Seitengassen teils dramatische Umsatzrückgänge.
Hier sind vor allem kleine und mittelständische Betriebe betroffen, denen die Kunden durch die komplizierten Einbahnführungen im 6. und 7. Bezirk ausbleiben. Ein Geschäftesterben könnte Hunderte, wenn nicht Tausende Mitarbeiter den Job kosten.
Das kann einer Stadtregierung nicht egal sein. Rot-Grün hat eine Bewohnerbefragung in Mariahilf und Neubau angekündigt - jedoch erst im Frühling. ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer fordert, dass den Bürgern "echte" Alternativen vorgelegt werden - dass sie also Fuzo und Begegnungszonen auch ablehnen dürfen.










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