Mayer kandidiert

„Ein Versagen!“ FIA-Boss bekommt Konkurrenz

Formel 1
04.07.2025 12:03
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der US-Amerikaner Tim Mayer wird bei der Wahl zum Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA im Dezember gegen Amtsinhaber Mohammed Ben Sulayem antreten. Das kündigte der ehemalige Formel-1-Steward und Sohn des ehemaligen McLaren-Chefs Teddy Mayer am Freitag in Silverstone an. 

Der 59-Jährige hatte die FIA im vergangenen November unfreiwillig verlassen. Er sagte danach, dass er von einem Assistenten Ben Sulayems per SMS gefeuert worden sei, was die FIA bestreitet.

Mohammed Ben Sulayem
Mohammed Ben Sulayem(Bild: AFP/GIUSEPPE CACACE)

„Was ich im Moment sehe, ist ein Versagen der Führung“, sagte Mayer auf einer Pressekonferenz in einem Hotel in der Nähe der britischen Grand-Prix-Strecke und fügte hinzu, dass er die vergangenen sechs Monate an seiner Kampagne gearbeitet habe. Er bezeichnete sein Vorhaben als Herkulesaufgabe, da die Karten angesichts der jüngsten Statutenänderungen zugunsten von Ben Sulayem verteilt seien und er nur fünf Monate Zeit habe, um die Stimmen der Mitgliedsverbände zu gewinnen.

ÖAMTC war gegen Ben Sulayems Reformen
Die FIA hat gerade erst im Juni mit deutlicher Mehrheit mehrere Statutenänderungen beschlossen, die es nach Ansicht von Kritikern schwieriger machen werden, Ben Sulayems Wiederwahl auf demokratischem Weg zu verhindern. Der ÖAMTC hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, dagegen zu stimmen. Unter anderem habe es keinen Raum für Diskussionen gegeben, sagte der langjährige ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold. Durch die Statutenänderungen gebe es unter anderem eine stärkere Machtkonzentration und eine verkürzte Bewerbungsfrist.

Mayer hat sich aber zum Ziel gesetzt, alle Hürden zu überwinden. „Die Aufgabe besteht nun darin, den vielen kleinen Clubs auf der ganzen Welt zu erklären, warum wir einen besseren Job machen können“, sagte er. „Wir müssen erklären, wie wir einen Mehrwert schaffen und die FIA umstrukturieren können.“

Tim Mayer
Tim Mayer(Bild: AP/Darko Bandic)

Der Emirati Ben Sulayem hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass er eine zweite Amtszeit anstrebt. Bisher hatte er offiziell keinen Herausforderer, da der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz sr. kürzlich beschloss, nicht zu kandidieren.

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